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Women in the Chinese Enlightenment: Oral and Textual Histories
Im Mittelpunkt stehen fünf Lebensgeschichten chinesischer Aktivistinnen, die kurz nach der Jahrhundertwende geboren wurden.
Diese erste Geschichte des chinesischen Feminismus des Vierten Mai unterbricht die Meistererzählung der Kommunistischen Partei Chinas über die Befreiung der chinesischen Frauen, rekonfiguriert die Geschichte der chinesischen Aufklärung aus der Geschlechterperspektive und geht der Frage nach, wie der Feminismus kulturübergreifend einen sozialen Wandel bewirkte. In diesem vielschichtigen Buch werden die Ich-Erzählungen durch eine Geschichte des diskursiven Prozesses und durch die ausgefeilten intertextuellen Lektüren der Autorin ergänzt.
Zusammen ergeben die Teile ein faszinierendes historisches Porträt darüber, wie gebildete chinesische Männer und Frauen in ihrem Streben nach nationaler Erlösung und Selbstemanzipation aktiv Ideologien aus dem Westen einsetzten und sich aneigneten. Wie Wang zeigt, wurde der Feminismus von den Männern als Instrument für die chinesische Moderne und von den Frauen als Wegweiser für eine neue Lebensweise begrüßt.