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Women Can't Paint: Gender, the Glass Ceiling and Values in Contemporary Art
Im Jahr 2013 erklärte Georg Baselitz, dass „Frauen nicht sehr gut malen“.
Seine Äußerungen sind zwar schockierend, aber sie zeigen, dass es in der Kunstwelt eine weit verbreitete Diskriminierung gibt, wie Helen G rrill behauptet. In einer bahnbrechenden Studie über Geschlecht und Wert beweist G rrill, dass es kaum ästhetische Unterschiede in der Malerei von Männern und Frauen gibt, dass aber die Kunst von Männern bis zu 80 Prozent mehr wert ist als die von Frauen.
In der Tat ist die Macht der Männlichkeit so groß, dass der Wert von Werken, die von Männern signiert werden, steigt, während der Wert von Werken, die von Frauen signiert werden, sinkt. Die Autorin stellt fest, dass auch Museen in diesen Teufelskreis verwickelt sind, da sie symbolische weibliche Kunstwerke sammeln, die den Marktwert der Künstlerinnen beeinträchtigen. G rrills Buch ist ein unverzichtbarer Text für Studenten und Lehrkräfte.
Es ist provokativ und stellt bestehende Methoden in Frage, während es gleichzeitig schockierende Beweise liefert. Sie zeigt, wie sich der Preis, eine Frau zu sein, auf alle Formen der künstlerischen Währung auswirkt, sei es in sozialer, kultureller oder wirtschaftlicher Hinsicht, und fordert als Vorhut der „Me Too“-Bewegung die Kunstwelt zum Handeln auf.