Bewertung:

Das Buch erörtert die Geschichte und den Einfluss der Südstaaten-Schwesternschaften von 1900 bis in die 1970er Jahre und konzentriert sich dabei auf ihre Rolle bei der Definition und Aufrechterhaltung eines exklusiven Standards für weiße Frauen der Mittelschicht, die sich gleichzeitig gegen gesellschaftliche Veränderungen wehren. Es beschreibt das Unbehagen, das viele Schwesternschaftsmitglieder angesichts dieses antiquierten Ideals empfinden.
Vorteile:Das Buch füllt Lücken in der Literatur über NPC-Schwesternschaften und bringt das Unbehagen vieler Frauen über ihre Teilnahme zum Ausdruck. Es bietet eine gründliche Untersuchung des Südstaaten-Schwesternschaftssystems und seiner kulturellen Implikationen.
Nachteile:Die Fokussierung auf die Exklusivität und den Konservatismus dieser Schwesternschaften mag nicht bei allen Leserinnen und Lesern auf Gegenliebe stoßen, vor allem nicht bei denen, die positive Erfahrungen gemacht haben. Die historische Perspektive kann sich einschränkend oder voreingenommen gegenüber einer bestimmten Erzählung anfühlen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Women of Discriminating Taste: White Sororities and the Making of American Ladyhood
Women of Discriminating Taste untersucht die Rolle historisch weißer Schwesternschaften bei der Ausformung des weißen Frauseins im zwanzigsten Jahrhundert. Als nationale Frauenorganisationen haben die Schwesternschaften seit langem eine starke Stellung auf dem College-Campus und im amerikanischen Leben inne.
Dennoch waren diese Gruppen immer konservativ und diskriminierend, da sie neue Mitglieder auf der Grundlage von sozialer Klasse, Religion, Ethnie oder körperlicher Attraktivität auswählten. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert füllten die Schwesternschaften eine Nische auf dem Campus, da sie vorgaben, College-Frauen auf das "Frau-Sein" vorzubereiten. Die Ausbildung in den Schwesternschaften führte dazu, dass sich die Mitglieder als hyperfeminine, heterosozial eingestellte, traditionell eingestellte Frauen verhielten, die einem Modell folgten, das weitgehend auf dem mythischen Bild der Südstaaten-Lady beruhte.
Obwohl viele Schwesternschaften an Nicht-Südstaaten-Schulen gegründet wurden und auch Mitgliederhochburgen in vielen Nicht-Südstaaten unterhielten, hielten sich die Gruppen in ihrer sozialen Ausbildung an eine entschieden südliche Ästhetik - eine modernisierte Version der Lost Cause-Ideologie -, um eine konservative Agenda zu vertreten. Margaret L.
Freeman untersuchte Schwesternschaftsarchive, Schwesternschafts-bezogene Materialien in Studentenorganisationen sowie Sammlungen von Aufzeichnungen des Dekans für Frauen- und Studentenangelegenheiten und des Präsidialamtes nach historischen Daten, die zeigen, wie weiße Südstaatler sich wiederholt auf das Bild der Südstaaten-Lady beriefen, um südliche Rassenhierarchien zu unterstützen. Ihre Forschung zeigt auch, wie dieses Bild leicht für ähnliche Zwecke in andere Gebiete der Vereinigten Staaten exportiert werden konnte, die die Sorgen der weißen Südstaatler über die sich verändernde soziale Demografie und den Rassenkonflikt teilten.
Indem sie die nationalen Schwesternschaften als wichtige Akteure in der konservativen Basisbewegung des 20. Jahrhunderts aufzeigt, beleuchtet Freeman die Geschichte der schwierigen Beziehungen zwischen den heutigen Schwesternschaften auf dem Campus und ihr fortdauerndes Erbe an diskriminierendem Verhalten und konservativer Rhetorik.