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Women and Museums, 1850-1914: Modernity and the Gendering of Knowledge
In diesem Buch wird der bedeutende Beitrag von Frauen zu den Museen aufgezeigt, und zwar nicht nur in offensichtlichen Rollen wie etwa als Arbeiterinnen, sondern auch als Spenderinnen, Besucherinnen, Freiwillige und Mäzeninnen. Es zeigt, dass Frauen das Museum immer wieder domestiziert haben, indem sie häusliche Objekte und häusliche Wertvorstellungen einführten, Museen kinderfreundlicher machten und sogar die Bedeutung der Hausarbeit im Museum betonten.
Gleichzeitig strebten Frauen „männliche“ Karrieren in der Wissenschaft und als Kuratorinnen an, hatten es aber schwer, solche Ziele zu erreichen; ihr Beitrag blieb in der Regel in klaren, feminisierten Bereichen. Das Buch ist für alle interessant, die sich mit den Themen Geschlecht, Kultur und Museen in dieser Zeit beschäftigen.
Es wirft ein neues Licht auf die materielle Kultur und die materiellen Strategien der Frauen, ihre Ausbildung und berufliche Laufbahn sowie ihr Freizeitverhalten. Es wird einen wichtigen historischen Kontext für diejenigen bilden, die in der zeitgenössischen Museumsforschung arbeiten.