
Women and Nationhood in Restoration Spain 1874-1931: The State as Family
Die Geschichte der Zivilisation ist immer als Familiengeschichte erzählt worden, von der patriarchalischen Zeugung in der Genesis bis zu den modernen nationalistischen Sagen der Gründerväter.
Es ist eine Geschichte, in der Männer die Nation aufbauen und Frauen sie verkörpern. Dieses dauerhafte Bild der Nation als nährende Mutter verleiht den Frauen moralische Autorität, reduziert sie jedoch auf eine Zeugungsrolle.
Obwohl sie oft von der Zweiten Republik überschattet wird, ist die Spanische Restauration (1874-1931) für moderne Familiengeschichten von grundlegender Bedeutung: Es war eine Zeit, in der Frauen zur Trope der mater patria beitrugen, sie aber auch übertraten und unsere kollektive Vorstellungskraft mitprägten. Die Familiensagas von ideologisch so unterschiedlichen Autorinnen wie Julia de Asensi y Laiglesia (1859-1921), Blanca de los Ros Nostench (1859-1956) und Carmen de Burgos y Segu (1867-1932) offenbaren eine gemeinsame Entmündigung der Frauen, aber auch den Willen, ihnen eine zentralere Rolle in den Geschichten einzuräumen, die wir heute noch erzählen.