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Women, Crime and Criminology - A Feminist Critique
Das erstmals 1977 veröffentlichte Buch Women, Crime and Criminology (Frauen, Kriminalität und Kriminologie) stellt eine feministische Kritik an klassischen und zeitgenössischen Theorien zur weiblichen Kriminalität dar. Sie befasst sich mit dem Problem, dass die kriminologische Literatur im Laufe der Geschichte überwiegend männlich orientiert war und die weibliche Kriminalität immer nur am Rande der „richtigen“ Untersuchung der Kriminalität in der Gesellschaft behandelt hat.
Carol Smart erkundet eine neue Richtung in der Kriminologie und der Soziologie der Abweichung, indem sie die weibliche Kriminalität aus einer engagierten feministischen Position heraus untersucht. Bei der Untersuchung der von weiblichen Straftätern begangenen Arten von Straftaten weist Smart auf die Irrtümer hin, die sich aus dem Vertrauen auf offizielle Statistiken ergeben, und zeigt die Unzulänglichkeiten des populären Arguments auf, dass die Emanzipation der Frau zu einem Anstieg der weiblichen Kriminalitätsrate geführt hat. Sie befasst sich mit Studien über Prostitution und Vergewaltigung und betrachtet die Behandlung von Frauen - als Täterinnen und Opfer - durch das Strafrecht, die Polizei und die Gerichte sowie das Strafvollzugssystem.
Besonderes Augenmerk wird auf die Frage der nachsichtigen Behandlung von weiblichen Straftätern gelegt, mit der Schlussfolgerung, dass Frauen und Mädchen in einigen wichtigen Fällen in unserem Rechts- und Strafsystem tatsächlich diskriminiert werden. Der Zusammenhang zwischen weiblicher Kriminalität und psychischen Erkrankungen wird erörtert, und die Autorin geht abschließend auf einige der Probleme ein, die mit der Entwicklung einer feministischen Kriminologie verbunden sind.