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Free Banking: Theory, History, and a Laissez-Faire Model
Free Banking ist ein Begriff, der sich auf die vollständige Deregulierung des Bankensektors bezieht. Er bedeutet das Fehlen von Beschränkungen wie Mindestreserveanforderungen, Kapitalanforderungen, staatlicher Einlagensicherung und Beschränkungen der Filialisierung.
Vor allem aber bedeutet es, dass private Banken ihre eigene Währung ausgeben dürfen. Dieses Buch bietet einen neuen Ansatz zu diesem kontroversen Thema. Sechrest vertritt die Auffassung, dass das Free Banking die endgültige Bestätigung des Say'schen Gesetzes darstellt, dass das optimale monetäre Ziel, das monetäre Gleichgewicht, nur im Free Banking erreicht werden kann, dass die monetaristische und die österreichische Konjunkturtheorie einander ergänzen und dass die wahrscheinlichste Form des Free Banking diejenige sein wird, bei der die Banken konvertierbare Banknoten ausgeben und Mindestreserven halten.
Nach einer Definition des Free Banking erläutert der Autor, warum er das bekannte White-Selgin-Modell verwendet. Anschließend erörtert er die wichtigsten Merkmale von Laissez-faire-Banken, die die Grundlage für ein formales Modell mit Diagrammen bilden, das im Unterricht verwendet werden kann.
Die einzigartige Beziehung zwischen dem Markt für Geld und dem Markt für Zeit, die im freien Bankwesen besteht, lässt vermuten, dass die Konjunkturzyklen in einem solchen System minimiert werden. Diese Beziehung führt auch zu der Einsicht, dass die österreichische und die monetaristische Konjunkturtheorie eigentlich zwei Seiten derselben Medaille sind. Es werden neue Beweise vorgelegt, die den Autor zu dem Schluss führen, dass sowohl Lawrence Whites Darstellung des schottischen Free Banking als auch das traditionelle Bild des amerikanischen Free Banking übertrieben sind.
Anschließend werden drei verschiedene Grundmodelle des Free Banking im Detail untersucht und kritisiert. Abschließend schlägt der Autor sowohl einige mögliche Themen für künftige Forschungen vor als auch, dass Free Banking sowohl sozial und politisch als auch wirtschaftlich wünschenswert ist.