Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 4 Stimmen.
Freedom in White and Black: A Lost Story of the Illegal Slave Trade and Its Global Legacy
Bis 1808 hatten sowohl Großbritannien als auch die Vereinigten Staaten Gesetze zum Verbot des transatlantischen Sklavenhandels erlassen. Dennoch wurde der Handel im Verborgenen fortgesetzt. Im Sommer 1813 wimmelte es im heutigen Liberia nur so von kranken und verängstigten Sklaven, die von anderen afrikanischen Sklaven bewacht wurden. Als eine britische Patrouille den illegalen Sklavenhandel aufdeckte, brannten die Sklavenhalter das Gelände nieder, um Beweise zu vernichten.
Diese Geschichte kann aufgrund einer außergewöhnlichen Sammlung von Gerichtsdokumenten erzählt werden, die einen beispiellosen Einblick in ein kleines Glied in der großen, grausamen Kette der Sklaverei bietet. Emma Christopher folgt einer Spur von Beweisen über vier Kontinente hinweg, um das Leben der Besitzer dieser Baracke, ihrer Arbeiter und ihrer tragischen menschlichen Handelsware zu untersuchen. Sie enthüllt, wie ein Amerikaner, Charles Mason, der Justiz entkam, während die britischen Untertanen Robert Bostock und John McQueen verhaftet wurden. Vor Gericht sagten fünf afrikanische Männer - Tamba, Tom Ball, Yarra, Noah und Sessay - mutig gegen ihre ehemaligen Besitzer/Entführer aus. Sie und 233 weitere befreite Männer, Frauen und Kinder wurden nach Freetown, Sierra Leone, umgesiedelt. Dort ertrugen sie ein hartes Leben in Freiheit, während die Bestrafung von Bostock und McQueen nur von kurzer Dauer war.
Ausgehend von den bruchstückhaften Fakten dieser Leben wirft Christopher ein faszinierendes Licht auf die frühe Entwicklung der Nationen Sierra Leone, Liberia und Australien (wohin Bostock und McQueen verbannt wurden) und die Rolle ehemaliger Sklaven bei der Bekämpfung des illegalen Handels.