
Freedom and the Subject of Theory: Essays in Honour of Christina Howells
Sind unsere Handlungen und Werte frei gewählt oder werden sie uns durch ein komplexes Zusammenspiel von unbewussten Motivationen, Kultur, Geschichte, Institutionen und dem Druck anderer aufgezwungen? Ist das menschliche Subjekt ein selbstbestimmter, selbstschaffender autonomer Akteur oder lediglich das Produkt oder der Spielball von Kräften, die es nicht kontrollieren kann? Sind andere Menschen Verbündete bei dem Vorhaben, Freiheit zu verwirklichen, oder unbewegliche Hindernisse, die uns im Weg stehen? Wenn wir wüssten, wie wir die Freiheit annehmen können, wäre sie dann ein Segen oder ein Fluch, eine freudige Offenbarung oder eine erdrückende Last? Inwieweit bedingt und begrenzt unsere endliche, sterbliche Existenz unsere Freiheit? Die Arbeit von Christina Howells hat entscheidend dazu beigetragen, zu zeigen, wie das kontinentaleuropäische Denken diese Fragen auf intellektuell strenge und menschlich überzeugende Weise erforscht hat.
In diesem Band knüpfen einige ihrer Kollegen und ehemaligen Schüler an ihre Arbeit an, indem sie die heutige Situation der "Theorie" - literarisch, politisch, psychoanalytisch, ästhetisch und philosophisch - in ihrer Beziehung zu Freiheit und Subjektivität untersuchen. Der Band enthält eine Reihe neuer Aufsätze über Jean-Paul Sartre (1905-1980), Frantz Fanon (1925-1961), Jacques Derrida (1930-2004) und Jean-Luc Nancy (geb.
1940) sowie Aufsätze über eine Reihe anderer Theoretiker. Zusammengenommen zeigen die Aufsätze des Bandes, wie das moderne theoretisierende Subjekt sowohl die Quelle als auch das Produkt seines Bestrebens sein kann, seinen Platz in der menschlichen, sterblichen Welt zu verstehen. Oliver Davis ist Dozent für Französischstudien an der Universität Warwick.
Colin Davis ist Professor für Französisch und vergleichende Literaturwissenschaft an der Royal Holloway, University of London. Christina Howells ist Professorin für Französisch und Fellow am Wadham College in Oxford.