Freuds verlorener Akkord - Die Entdeckung des Jazz in der resonanten Psyche

Bewertung:   (4,1 von 5)

Freuds verlorener Akkord - Die Entdeckung des Jazz in der resonanten Psyche (Daniel Sapen)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Dan Sapens „Freud's Lost Chord - Discovering Jazz in the Resonant Psyche“ erforscht die komplexe Beziehung zwischen Jazz und Tiefenpsychologie durch einen transdisziplinären und jargonfreien Ansatz. Das Buch wird für seinen poetischen und intellektuellen Stil gelobt, der eine neue Perspektive auf Freuds Theorien bietet und gleichzeitig Ideen aus verschiedenen Disziplinen einfließen lässt.

Vorteile:

Das Buch wird für sein transdisziplinäres Denken und seinen reichhaltigen, einnehmenden Schreibstil gelobt. Es wird als intellektuell anregend beschrieben, da es Elemente des Jazz mit der Tiefenpsychologie auf neuartige Weise verbindet. Die Leserinnen und Leser schätzen Sapens Fähigkeit, komplexe Ideen klar und poetisch darzustellen, das Material zugänglich zu machen und gleichzeitig zum Nachdenken anzuregen. Auch die Bibliographie wird als wertvoll hervorgehoben.

Nachteile:

Es gibt nur wenige Kritikpunkte, aber einige Leser könnten den Ansatz des Autors als weniger traditionell oder akademisch empfinden, als sie erwarten. Spezifische Nachteile wurden in den Rezensionen jedoch nicht besonders hervorgehoben.

(basierend auf 4 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Freud's Lost Chord - Discovering Jazz in the Resonant Psyche

Inhalt des Buches:

In Freuds verlorenem Akkord geht Dan Sapen der Frage nach, was es für die Entwicklung der Tiefenpsychologie bedeutet, dass Freud von der Musik verwirrt war und im Gegensatz zu fast allen anderen Aspekten des menschlichen Lebens wenig über sie zu sagen hatte - ein Problem, das auch die meisten anderen Vertreter der frühen Generationen psychoanalytischen Denkens hatten. Der Psychoanalytiker Charles Rycroft schrieb: „Man kann nicht umhin zu bedauern, dass keiner der Pioniere des Unbewussten auf natürliche Weise in auditiven Begriffen gedacht hat“; mehr noch, über 100 Jahre später wird nicht nur die Musik an sich selten in psychodynamischer Hinsicht betrachtet, sondern auch die Jazzmusik fehlt in der Literatur fast völlig.

Dr. Sapen befasst sich eingehend mit den komplizierten Details der psychodynamischen Theorie und Praxis sowie mit einem Überblick über ihre Entwicklung, um die Möglichkeit zu erörtern, dass ein theoretisches Modell, das wenig über einen so grundlegenden und allgegenwärtigen Aspekt des menschlichen Lebens zu sagen hat, in seinem Bemühen, zu erklären, was es heißt, ein Mensch zu sein, und wie der Geist funktioniert und was er erschafft, ernsthaft mangelhaft sein muss.

Sapen veranschaulicht jedoch, wie zahlreiche andere Denker (Jung, Winnicott, Bion, Loewald, Rycroft), von denen einige scheinbar im Widerspruch zu den psychoanalytischen Prinzipien stehen und andere als wesentliche Weiterentwicklungen und Überarbeitungen dienen, es geschafft haben, diese fehlenden Prinzipien zu beleuchten und zu integrieren, die so grundlegend für die Musik und die Kreativität sind - für die Entwicklung, das Träumen, das Denken und die Beziehungen zwischen anderen Menschen in der Familie und in einer Gesellschaft. Nahezu einzigartig in der psychodynamischen Literatur befasst sich Sapen eingehend mit der Musik von Miles Davis und John Coltrane als Beispiel für die lebendigen, atmenden psychologischen Prozesse, die für das Verständnis der Bedeutung und Dynamik des Menschseins so wesentlich sind und die Freud aus verschiedenen Gründen nicht konzeptualisieren konnte.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781780490120
Autor:
Verlag:
Untertitel:Discovering Jazz in the Resonant Psyche
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2012
Seitenzahl:256

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