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Fritzie: The Invented Life and Violent Murder of a Flapper Volume 3
An einem Januartag im Jahr 1923 entdeckte ein Junge am Strand von San Diego die Leiche einer zwanzigjährigen Frau. Als die Polizei am Tatort eintraf, fand sie die Visitenkarte der Frau, auf der einfach stand: "Ich bin Fritzie Mann". Doch die Identität von Fritzie, wie sie in dieser fesselnden Geschichte enthüllt wird, war alles andere als einfach, und ihr Tod - der schließlich als Mord eingestuft wurde - erregte monatelang die öffentliche Aufmerksamkeit. In Fritzie deckt die Historikerin Amy Absher auf, wie umfassendere kulturelle Kräfte, einschließlich geschlechtsspezifischer Gewalt, sexueller Befreiung und sich entwickelnder städtischer Bedingungen im amerikanischen Westen, den Verlauf von Manns Leben prägten und zu ihrem tragischen Tod beitrugen.
Frieda "Fritizie" Mann hatte in ihrem kurzen Leben mehrere Identitäten, und die mysteriösen Umstände ihres Todes werfen ebenso viele Fragen auf wie sie Antworten geben. Sie wurde 1903 in der Nähe der heutigen Grenze zwischen Polen und der Ukraine geboren. Sie und ihre Familie waren jüdische Einwanderer, die nach San Diego zogen, um Sicherheit und Wohlstand zu finden.
Im letzten Jahr ihres Lebens wurde Mann lokal berühmt. Sie hatte sich als Flapper und "orientalische" Tänzerin neu erfunden. Sie behauptete, sie habe Freunde in Hollywood und einen Filmvertrag. In der Nacht, in der sie ermordet wurde, sagte sie, sie wolle zu einer Party gehen, um ihre Hollywood-Freunde zu treffen.
Stattdessen reiste sie zu einem abgelegenen Hotel am Straßenrand, wo sie zu Tode kam. Eine Autopsie ergab, dass sie im vierten und fünften Monat schwanger war.
Absher führt den Leser durch die Feinheiten dieser wahren Verbrechensgeschichte, von den anfänglichen fehlerhaften Ermittlungen über die sensationslüsterne Presseberichterstattung bis hin zum letztendlichen Versagen des Rechtssystems, für Manns Gerechtigkeit zu sorgen. Wie andere "neue Frauen" ihrer Zeit nahm auch Fritzie Mann Rollen an, die eine Befreiung von der Kontrolle der Männer versprachen. Ihr Leben und ihr früher Tod deuten jedoch auf das Gegenteil hin: Sie wurde zum Opfer einer Kultur, die Frauen verzehrte, obwohl sie vorgab, sie zu feiern.