Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende und aufschlussreiche Analyse des Fundamentalismus in verschiedenen Religionen, darunter Christentum, Islam und Judentum. Es erforscht die historischen und soziologischen Zusammenhänge des Fundamentalismus und ist damit eine wertvolle Quelle für Pädagogen, Studenten und allgemein an Religionswissenschaften interessierte Leser.
Vorteile:Das Buch regt zum Nachdenken an und bietet eine knappe, aber gründliche Untersuchung des Fundamentalismus. Es definiert die Ansichten über die großen Religionen neu und hebt ihre Gemeinsamkeiten hervor. Die Leser finden es leicht zu lesen, informativ und nützlich für Diskussionen und akademische Zwecke.
Nachteile:Einige Leser sind der Meinung, dass das Buch sein Versprechen, eine echte Einführung in den Fundamentalismus zu sein, nicht erfüllt, da es weit gefasste Definitionen verwendet, die möglicherweise nicht mit dem allgemeinen Verständnis übereinstimmen. Außerdem werden einige historische Aspekte und spezifische Formen des Fundamentalismus nicht ausführlich behandelt.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
Fundamentalism: A Very Short Introduction
Der Fundamentalismus gilt heute als die größte Bedrohung für den Weltfrieden, eine Feststellung, die seit den Ereignissen vom 11. September 2001 in New York nicht mehr zu ignorieren ist.
Aber was bedeutet "Fundamentalismus" wirklich? Seit seiner Prägung durch amerikanische protestantische Evangelikale in den 1920er Jahren hat sich die Verwendung des Begriffs "Fundamentalist" auf ein breites Spektrum radikaler Konservativer und ideologischer Puristen ausgeweitet, die nicht alle religiös sind.
Fundamentalismus kann nun sowohl militante israelische Siedler als auch die radikalen Islamisten, die sich ihnen entgegenstellen, bezeichnen, er kann Christen, Hindus, Tierbefreier und sogar buddhistische Nationalisten meinen. In diesem Buch untersucht die Nahostexpertin Malise Ruthven die historischen, sozialen, religiösen, politischen und ideologischen Wurzeln des Fundamentalismus und setzt sich mit der Polemik und den Stereotypen auseinander, die dieses komplexe Phänomen umgeben - ein Phänomen, das sich einer einfachen Definition entzieht, das aber dringend verstanden werden muss.