Für die Muslime: Islamophobie in Frankreich

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Für die Muslime: Islamophobie in Frankreich (Edwy Plenel)

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Zusammenfassung:

Edwy Plenels Buch „Für die Muslime“ ist ein nachdenklicher Kommentar zur Marginalisierung von Muslimen in Frankreich, der Parallelen zu den historischen Ungerechtigkeiten zieht, denen Juden ausgesetzt waren. Er kritisiert die staatliche Politik, die Assimilierung fordert, aber Menschen mit muslimischem Hintergrund letztlich davon ausschließt, als echte Franzosen anerkannt zu werden. Plenel argumentiert, dass diese Vorurteile die französischen Grundwerte und bürgerlichen Freiheiten inmitten umfassenderer sozioökonomischer Probleme bedrohen.

Vorteile:

Das Buch wird für seine brillante Kritik an der Heuchelei in der staatlichen Politik gegenüber Muslimen gelobt, die die Gefahren für die bürgerlichen Freiheiten und die Manipulation der öffentlichen Meinung zu politischen Zwecken anspricht. Es ist ein wirksames Plädoyer für die wahren Werte der Demokratie, des Säkularismus und des Universalismus.

Nachteile:

Manche mögen den Titel als irreführend empfinden, da das Buch umfassendere Fragen der Identität und Gesellschaft als nur die Islamophobie anspricht. Darüber hinaus könnte es diejenigen nicht ansprechen, die nach einer simplen Verteidigung des Islams suchen oder Plenels Argumente als übermäßig staatskritisch missverstehen könnten.

(basierend auf 1 Leserbewertungen)

Originaltitel:

For the Muslims: Islamophobia in France

Inhalt des Buches:

Eine scharfe Anprangerung der Islamophobie in Frankreich, in der Tradition von Emile Zola

Zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts behaupten führende Intellektuelle: „Es gibt ein Problem mit dem Islam in Frankreich“ und legitimieren damit den Diskurs des rassistischen Front National. Diese Behauptungen wurden durch die Gegenreaktionen nach den Terroranschlägen in Paris im Januar und November 2015 noch verstärkt und sind zu einem neuen „gesunden Menschenverstand“ in der politischen Landschaft geworden.

Edwy Plenel, ehemaliger Redaktionsleiter von Le Monde, Essayist und Gründer der Website für investigativen Journalismus Mediapart, geht diese Behauptungen frontal an und stellt sich auf die Seite seiner Landsleute muslimischer Herkunft, Kultur oder Glaubens gegen diejenigen, die sie zu Sündenböcken machen. Er zeigt, wie eine Form von „republikanischem und säkularem Fundamentalismus“ zu einer Maske geworden ist, hinter der sich eine neue Form von virulenter Islamophobie verbirgt. Für Plenel geht es nicht nur um Solidarität, sondern um die Treue zum Gedächtnis und zum Erbe der emanzipatorischen Kämpfe, und er schreibt zur Verteidigung der Muslime, so wie Zola zur Verteidigung der Juden und Sartre zur Verteidigung der Schwarzen schrieb. Denn wenn wir für die Unterdrückten sein wollen, dann müssen wir für die Muslime sein.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781784784867
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2016
Seitenzahl:112

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