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Forever England: Femininity, Literature and Conservatism Between the Wars
Die meisten Studien über die Zwischenkriegszeit haben sich auf die literarischen Eliten konzentriert und diese Vergangenheit und ihre Literatur in fast ausschließlich männlichen Begriffen wiedergegeben. In Forever England argumentiert Alison Light, dass wir das Englische in dieser Zeit nur dann verstehen können, wenn wir uns bewusst machen, in welchem Ausmaß die weibliche Bevölkerung die Nation in der Zwischenkriegszeit repräsentierte.
Ausgehend von den traumatischen Folgen des Ersten Weltkriegs zeichnet Forever England die Entstehung eines konservativen nationalen Temperaments nach, das sowohl defensiv und beschützend als auch modernisierend wirken konnte. In einer Reihe literarischer Analysen deutet die Autorin einige der Töne und Akzente dieser neuen Version des Englischen an; insbesondere betrachtet sie neue Arten von Lesern und Belletristik, die historische und emotionale Bedeutung des Krimis, das Aufblühen der historischen Romantik und die Entstehung einer Kultur des Mittelstands in dieser Zeit.
Forever England erweckt ein starkes Gefühl für die Epoche und die Freuden des Lesens und vermittelt ein intimes Bild des Lebens in der Zwischenkriegszeit aus der Sicht der englischen Mittelschicht. Als feministische Untersuchung geht sie von einer anderen Art von sozialer und politischer Geschichte aus, die Verbindungen zwischen den inneren Strukturen des privaten Lebens und ihren öffentlicheren nationalen Formen herstellt. Auf kontroverse Weise drängt sie auch darauf, dass sich der Feminismus mit konservativen wie auch radikalen Wünschen und ihrem Platz im Leben der Frauen auseinandersetzt.