Bewertung:

Das Buch „For Us The Living“ von Myrlie Evers ist ein ergreifender und tiefgründiger Bericht über das Leben und das Vermächtnis des Bürgerrechtsführers Medgar Evers, erzählt von seiner Witwe. Es bietet Einblicke in die persönlichen und kollektiven Kämpfe der Bürgerrechtsbewegung und beleuchtet Themen wie Liebe, Verlust und Widerstandsfähigkeit. Rezensenten loben das Buch für seine emotionale Tiefe, seine historische Bedeutung und die starke Erzählung, die den Lesern das Gefühl gibt, mit den geschilderten Ereignissen verbunden zu sein.
Vorteile:⬤ Fesselnde und mitreißende Erzählung
⬤ tiefe emotionale Verbindung
⬤ lehrreich und aufschlussreich
⬤ starker historischer Kontext
⬤ mit Liebe und Mitgefühl geschrieben
⬤ für Schüler und Erwachsene empfohlen
⬤ gilt als Klassiker der Bürgerrechtsära.
Einige Leser könnten die Thematik als schwer und emotional empfinden; begrenzte Anerkennung von Medgar Evers im Vergleich zu anderen Bürgerrechtsfiguren.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
For Us, the Living
1967, als dieses mutige Buch zum ersten Mal veröffentlicht wurde, sagte Myrlie Evers: "Irgendwo in Mississippi lebt der Mann, der meinen Mann ermordet hat.".
Medgar Evers starb in einem schrecklichen Akt der politischen Gewalt. Die Ermordung dieses Bürgerrechtsführers aus Mississippi verstärkte sowohl bei Schwarzen als auch bei Weißen die bedrohliche Stimmung der Unruhe und Unzufriedenheit, die während der Bürgerrechtsära entstand. Sein Tod schien eine Reihe von politischen Erschießungen einzuleiten - erst Evers, dann John Kennedy, dann Martin Luther King Jr. und schließlich Robert Kennedy.
Mit siebenunddreißig Jahren wurde Evers im Sommer 1963 in Jackson, Mississippi, erschossen, als er noch Sekretär der NAACP war. Byron De La Beckwith, ein Rassentrennungsgegner, wurde nach zwei Prozessen, in denen sich die Geschworenen nicht einigen konnten, freigelassen. Nachdem dreißig Jahre später neue Beweise aufgetaucht waren, wurde Beckwith 1994 verhaftet und ein drittes Mal vor Gericht gestellt. Die Witwe von Medgar Evers erlebte, wie er verurteilt und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
In For Us, the Living erzählt diese außergewöhnliche Frau die bewegende Geschichte ihres Werbens und ihrer Ehe mit diesem heldenhaften Mann, der gelernt hat, mit der Wahrscheinlichkeit eines gewaltsamen Todes zu leben. Sie beschreibt die unermüdliche Hingabe ihres Mannes bei der Durchsetzung der Bürgerrechte für Tausende von Schwarzen in Mississippi und sein endgültiges Opfer in jener heißen Sommernacht.
Mit dieser Neuauflage ihrer ergreifenden und zugleich schmerzhaften Memoiren wird ein lange vergriffenes Buch wieder zum Leben erweckt und das Opfer von Medgar Evers und seiner Familie hervorgehoben.
Eingeleitet von einem nachdenklichen Essay des bekannten Mississippi-Autors Willie Morris, wird dieser Bericht über Evers' Berufs- und Familienleben die Leser darüber nachdenken lassen, wie sein tragischer Märtyrertod das Tempo der Gerechtigkeit für Schwarze beschleunigte, während ihm selbst dreißig Jahre lang Gerechtigkeit vorenthalten wurde. Seit der Verurteilung von Beckwith in einem dramatischen und historischen Prozess vor einem Gericht in Mississippi wird Evers erneut gewürdigt. Man spekuliert, dass er, hätte er gelebt, vielleicht noch mehr für die Gleichstellung der Afroamerikaner im nationalen Leben erreicht hätte.