Futile Exercise?: Die Kriegsvorbereitungen der britischen Armee 1902-1914

Bewertung:   (4,5 von 5)

Futile Exercise?: Die Kriegsvorbereitungen der britischen Armee 1902-1914 (Simon Batten)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch von Simon Batten „Futile Exercise? The British Army's Preparations for War 1902-1914“ bietet eine umfassende Untersuchung der Vorbereitungen der britischen Armee im Vorfeld des Ersten Weltkriegs, insbesondere durch die Brille der praktischen Übungen und Manöver. Der Autor widerlegt die gängige Kritik an den Vorbereitungen der Armee und bietet detaillierte Einblicke in die Ausbildungsprozesse und die Entwicklung der militärischen Strategie in einer entscheidenden Phase der Militärgeschichte.

Vorteile:

Das Buch ist äußerst informativ und gut recherchiert und füllt eine entscheidende Lücke in der Geschichtsschreibung über die britische Armee. Es bietet eine neue Perspektive auf die Effektivität von militärischer Ausbildung und Manövern, insbesondere durch detaillierte Analysen. Der Schreibstil ist zugänglich und fesselnd und macht komplexe Themen leicht lesbar, ohne dabei an Tiefe einzubüßen. Das Buch enthält wertvolle Einblicke in historische Schlüsselfiguren und bietet eine umfassende Bibliographie und Fußnoten.

Nachteile:

Einige Rezensenten wiesen auf kleine und unnötige Fehler hin, die wahrscheinlich darauf zurückzuführen sind, dass man sich eher auf Sekundärquellen als auf Primärmaterial stützt. Obwohl das Buch insgesamt gut recherchiert ist, schwächen diese Fehler die Autorität des Buches in bestimmten Bereichen etwas.

(basierend auf 5 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Futile Exercise?: The British Army's Preparations for War 1902-1914

Inhalt des Buches:

Laut dem offiziellen Historiker Brigadegeneral James Edmonds: Die Expeditionsarmee von 1914 war in jeder Hinsicht die am besten ausgebildete, am besten organisierte und am besten ausgerüstete britische Armee, die jemals in den Krieg gezogen ist". Es gab beträchtliche Debatten darüber, inwieweit Edmonds' Behauptung gerechtfertigt war und inwieweit die britische Armee die Lehren aus den jüngsten Ereignissen (vor allem aus den kränkenden Erfahrungen in Südafrika) gezogen hatte. Nach gängiger Meinung war die britische Armee 1914 auf die Entwicklung des Grabenkriegs ab Oktober 1914 völlig unvorbereitet, und es kostete viele Menschenleben und eine kostspielige "Lernkurve", bis die Briten mit den neuen Bedingungen der Kriegsführung zurechtkamen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Krieg im Jahrzehnt vor August 1914 erwartet wurde - und dass viel Zeit und Geld für die Vorbereitung auf diesen Krieg aufgewendet wurde - liegt die Frage nahe, warum die britische Armee nicht besser auf den Krieg vorbereitet war, als er kam. Dies wirft wichtige Fragen darüber auf, wie Armeen aus ihren Erfahrungen lernen und wie sie sich auf das Unbekannte - nämlich einen Krieg - vorbereiten, ohne dabei Kugeln und Granaten einzusetzen. Wie realistisch und nützlich waren die Übungen und Manöver, die die britische Armee in der Zeit zwischen dem Ende des Burenkrieges 1902 und dem Ausbruch des Krieges im August 1914 durchführte? Die meisten Historiker haben sie entweder ignoriert oder sie als Zeit- und Geldverschwendung abgetan.

Bei den zwischen 1902 und 1913 durchgeführten Manövern waren große Truppenverbände - manchmal bis zu 45.000 Mann und 12.000 Pferde - sowie Geschütze, Lastwagen, Züge und die erste größere Anzahl von Militärflugzeugen, die jemals in Großbritannien eingesetzt wurden, im Einsatz. Viele der Namen, die man später von der Westfront her kannte - Haig, French, Rawlinson und Allenby - waren daran beteiligt, ebenso wie viele der Truppen, die im August 1914 mit der British Expeditionary Force (BEF) nach Frankreich übersetzen sollten. Ihre Bemühungen wurden von einer großen Menschenmenge sowie von Politikern, Vertretern ausländischer Armeen und Journalisten (von denen einige in die Armeeeinheiten "eingebettet" waren) beobachtet.

In den Zeitungen der damaligen Zeit wurde ausführlich und mit vielen Meinungen darüber berichtet. Welche Lehren wurden daraus gezogen, welchen Wert hatten diese Manöver und wie stehen sie in Bezug zu den Ereignissen des Krieges - insbesondere in den ersten Monaten? Wie lassen sich die britischen Erfahrungen mit denen der kontinentalen Armeen vergleichen, die in dieser Zeit ebenfalls ausgiebig von Manövern Gebrauch machten?

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781911512851
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2018
Seitenzahl:236

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