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Gabriel Guevrekian: The Elusive Modernist
Dieses Buch beleuchtet die Geschichte der architektonischen Moderne anhand des Vermächtnisses eines ihrer Protagonisten, des armenischen Architekten Gabriel Guevrekian (ca. 1900-70). Der in Istanbul geborene Guevrekian wuchs in Teheran auf und zog dann nach Wien, um an der Kunstgewerbeschule Architektur zu studieren; später arbeitete er mit Oskar Strnad, Josef Hoffmann, Adolf Loos, Henri Sauvage und Robert Mallet-Stevens zusammen.
Zu Guevrekians berühmten Entwürfen gehören der kubistische Garten für die Villa Noailles in Frankreich und zwei Häuser für die Wiener Werkbundausstellung. Noch bevor er 30 Jahre alt war, wurde Guevrekian als einer der Protagonisten der europäischen Avantgarde in Paris anerkannt. In den 1930er Jahren verbrachte Guevrekian einige Jahre im Iran, wo er öffentliche Gebäude entwarf. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm er Lehraufträge in Europa und Amerika an.
Die verschiedenen Tätigkeiten Guevrekians und die verschiedenen Wohnorte und Nationalitäten, die er in Asien, Europa und dann in Amerika hatte, führten dazu, dass der Architekt immer wieder neue Persönlichkeiten annahm. Guevrekian war ein Architekt, ein Avantgardist und ein Kosmopolit. Er machte jede Disziplin bedeutungsvoll, jede Stadt zentral, jede Epoche epochal, einfach dadurch, dass er sich ganz konkret mit ihr auseinandersetzte.