
Gabriel's Artistic Development in the Face of Death in James Joyce's Short Story The Dead""
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Anglistik - Literaturwissenschaft, LMU München, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der Lektüre von Aufsätzen wird man sofort mit den unterschiedlichsten Interpretationen konfrontiert: Englisch, Abstract: Liest man Aufsätze zu James Joyces Kurzgeschichte "Die Toten", wird man sofort mit den unterschiedlichsten Interpretationen des Endes konfrontiert, da es sich stark vom Rest des Textes unterscheidet und sogar als poetisch angesehen werden kann. Offensichtlich ist Gabriels Epiphanie für die Leser von James Joyce von größter Bedeutung.
Diese Hausarbeit soll die Frage beantworten, warum das so ist. Dazu ist es notwendig, die extreme Entwicklung Gabriels innerhalb der Erzählung nachzuvollziehen. In dieser Arbeit wird behauptet, dass Gabriel, der zu Beginn eher egozentrisch ist, sich gegen Ende der Geschichte, als er nach der Offenbarung seiner Frau von den Toten irgendwie herausgefordert wird, zu einem verständnisvollen Künstler entwickelt.
Wie der Titel der Kurzgeschichte bereits verrät, spielt der Tod in dem Text eine große Rolle, insbesondere wenn er Gabriels endgültige Erleuchtung herbeiführt. Um diese These zu belegen, sollen zunächst alle Anspielungen auf den Tod im Text gefunden und interpretiert werden, da sie als Rahmen für den düsteren Kern fungieren, der am Ende offenbart wird und damit den Weg für Gabriels ästhetische Entwicklung ebnet.
Anschließend soll die Hauptfigur auf ihre künstlerischen Voraussetzungen hin untersucht werden, bevor der Wendepunkt einen Wandel in seinen ästhetischen Ansichten bedeutet. Im letzten Kapitel soll Gabriels Wandlung zum Künstler genauer beleuchtet werden, wobei der Schwerpunkt auf seiner veränderten Rezeption des allgegenwärtigen Schnees liegt, der sich in ein poetisches Symbol des Todes verwandelt.
Das Schneemotiv verbindet Kunst und Tod und nimmt damit den ästhetischen Wandel in den Ansichten der Hauptfigur gegen das viel diskutierte Ende der Erzählung vorweg.