Bewertung:

Das Buch ist eine detaillierte und wissenschaftliche Biografie über Galilei, die sein Leben, seine wissenschaftlichen Beiträge und seine Auseinandersetzungen mit der Kirche beleuchtet. Während es für seine gründliche Recherche und aufschlussreichen Kommentare gelobt wird, wird es für seinen akademischen Ton und seine Dichte kritisiert, was es für allgemeine Leser weniger zugänglich macht. Insgesamt ist das Buch für diejenigen, die einen starken Hintergrund in Wissenschaft und Geschichte haben, gut geeignet, aber für andere könnte es langweilig oder ermüdend sein.
Vorteile:⬤ Gründlich recherchiert und detailliert
⬤ bietet einen reichhaltigen historischen Kontext
⬤ einnehmender Schreibstil
⬤ bietet ein tiefes Verständnis von Galileos Leben und Beiträgen
⬤ gut strukturierte Fußnoten
⬤ informativ für diejenigen, die sich für die Geschichte der Wissenschaft interessieren.
⬤ Enthält zahlreiche Tippfehler
⬤ zu akademisch und dicht für allgemeine Leser
⬤ kann aufgrund der vielen Details langweilig sein
⬤ übermäßige wissenschaftliche Erklärungen können von der Erzählung ablenken
⬤ weniger fesselnd für diejenigen, die mit dem wissenschaftlichen Kontext nicht vertraut sind.
(basierend auf 24 Leserbewertungen)
Galileo
Im Jahr 1610 veröffentlichte Galilei den Siderius nuncius oder Sternenboten, ein eiliges kleines Meisterwerk nach den Worten von John Heilbron. Galilei präsentierte der Welt seine bemerkenswerten Beobachtungen, die er mit dem kürzlich erfundenen Fernrohr gemacht hatte - die Krater des Mondes, die Satelliten des Jupiters - und stellte damit unsere Vorstellung von der Vollkommenheit des Himmels und der zentralen Stellung der Erde im Universum in Frage. In der Tat gilt das Erscheinen des kleinen Buches als einer der großen Momente in der Geschichte der Wissenschaft.
Dies ist eine bedeutende neue Biografie über Galilei, die ein frisches und viel umfassenderes Bild des großen Wissenschaftlers zeichnet, als es in früheren Werken zu finden war. Im Gegensatz zu früheren Biographen zeigt Heilbron, dass Galilei weit mehr war als ein Mathematiker: Er kannte sich in den Künsten bestens aus, war ein Experte für den epischen Dichter Ariosto und ein hervorragender Lautenist. Noch wichtiger ist, dass Heilbron feststellt, dass die jahrelange Lektüre der Dichter und das Experimentieren mit literarischen Formen keine bloßen Nebensächlichkeiten waren - sie befähigten Galilei, klar und plausibel über die unwahrscheinlichsten Dinge zu schreiben. Tatsächlich veränderte Galilei die Welt nicht nur, weil er die Astronomie revolutionierte, sondern auch, weil er seine Entdeckungen so klar und deutlich darstellte, dass sie weder vermieden noch geleugnet werden konnten. Wenn jemals ein Entdecker perfekt darauf vorbereitet war, seine Entdeckung zu machen und zu verwerten, dann war es der geschickte Humanist Galilei, der sein erstes Fernrohr auf den Himmel richtete.
John Heilbron zeigt in Galilei nicht nur den großen Wissenschaftler, sondern auch den kreativen, künstlerischen jungen Mann, der schließlich zum Verfechter von Kopernikus, zum b�te-noire der Jesuiten und zum bekanntesten aller Märtyrer der akademischen Freiheit werden sollte.