
Bile Acids: From Genomics to Disease and Therapy
Seit der letzten Internationalen Gallensäuretagung in Den Haag im Jahr 2000 hat sich die Gallensäureforschung weiter entwickelt, und die therapeutische Verwendung von Gallensäuren hat eine größere Bedeutung erlangt. Die Gallensäureforschung wurde durch die Entdeckung angeregt, dass Gallensäuren spezifisch an Rezeptoren des Zellkerns binden.
Dadurch regulieren sie die Transkription von Transportproteinen und Enzymen, die an der Synthese, dem Transport und dem Metabolismus von Gallensäuren beteiligt sind, und erhalten die Cholesterinhomöostase aufrecht. Auch das Wissen über genetische Defekte des Gallensäuretransports, die eine Cholestase oder intestinale Malabsorption verursachen können, hat eindrucksvoll zugenommen. Die Therapie chronisch cholestatischer Lebererkrankungen, insbesondere der primär biliären Zirrhose, mit Ursodeoxycholsäure stellt einen wichtigen Fortschritt in der modernen Hepatologie dar und hat die Grundlagen- und klinische Forschung angeregt, um die zugrundeliegenden Wirkmechanismen zu entschlüsseln und die Behandlungsschemata zu optimieren.
Dieses Buch ist der Tagungsband des Falk-Symposiums 129, des XVII. Internationalen Gallensäuretreffens, das vom 30.
Mai bis 1. Juni 2002 in Freiburg stattfand und sich erneut sowohl den grundlegenden als auch den klinischen Aspekten der Gallensäureforschung widmete, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle der Gallensäuren bei hepatobiliären und intestinalen Erkrankungen lag.
Die neuesten Erkenntnisse werden von den führenden Wissenschaftlern und Klinikern auf diesem Gebiet vorgestellt.