Bewertung:

In den Rezensionen wird „Gangster des Kapitalismus“ für seine umfassende und gut recherchierte Darstellung von Generalmajor Smedley Butler und der amerikanischen Außenpolitik, insbesondere im Kontext von Imperialismus und Kapitalismus, gelobt. Viele Kritiker heben jedoch die häufigen persönlichen Einwürfe des Autors und seine offensichtliche politische Voreingenommenheit hervor, die von Butlers Geschichte ablenken und in bestimmten Diskussionen zu einem Mangel an Objektivität führen. Insgesamt wird das Buch als aufschlussreich, aber auch polarisierend empfunden und schwankt zwischen engagierter Geschichte und subjektiver Erzählung.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert
⬤ fesselnde Erzählung, die wichtige historische Themen abdeckt
⬤ gründliche Untersuchung von Smedley Butlers Karriere und deren Auswirkungen
⬤ lenkt die Aufmerksamkeit auf untererforschte Aspekte der amerikanischen Geschichte
⬤ lesenswert und unterhaltsam für alle, die sich für Militärgeschichte und Außenpolitik interessieren.
⬤ Persönliche Voreingenommenheit und politische Meinungen des Autors lenken von der Haupterzählung ab
⬤ häufige Abschweifungen zu zeitgenössischen Themen können ablenkend wirken
⬤ einige Leser finden die Darstellung historischer Ereignisse zu zynisch oder parteiisch
⬤ weniger Fokus auf Butlers späteren Antikriegsaktivismus
⬤ einige sachliche Ungenauigkeiten in aktuellen Diskussionen.
(basierend auf 104 Leserbewertungen)
Gangsters of Capitalism: Smedley Butler, the Marines, and the Making and Breaking of America's Empire
Eine bahnbrechende Reise, die Amerikas vergessenen Weg zur Weltmacht nachzeichnet - und wie sein Vermächtnis unsere heutige Welt prägt - erzählt durch das außergewöhnliche Leben eines komplizierten Marinesoldaten.
Smedley Butler war der berühmteste Kriegshelden seiner Zeit. Bestseller-Bücher wurden über ihn geschrieben. Hollywood verehrte ihn. Wo auch immer die Flagge wehte, war "The Fighting Quaker" dabei - er diente in fast jedem größeren Konflikt in Übersee vom Spanischen Krieg 1898 bis zum Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Von seinen ersten Tagen als 16-jähriger Rekrut in der gerade beschlagnahmten Bucht von Guantnamo an bahnte er sich einen Weg zum Imperium: Er half bei der Annexion der Philippinen und des Landes für den Panamakanal, führte Truppen in China an (zweimal) und half bei der Invasion und Besetzung von Nicaragua, Puerto Rico, Haiti, Mexiko und anderen Ländern. Doch im Ruhestand wurde Butler zu einem Kämpfer gegen Krieg, Imperialismus und das Großkapital und erklärte: "Ich war ein Gauner für den Kapitalismus.
Der preisgekrönte Autor Jonathan Myerson Katz reiste durch die ganze Welt - von China nach Guantnamo, in die Berge von Haiti und zum Panamakanal - und studierte die persönlichen Briefe von Butler, seinen Marinekameraden und seiner Quäker-Familie in Philadelphias Main Line. Auf dem Weg dorthin zeigt Katz, dass die Folgen der Aktionen der Marines immer noch sehr lebendig sind: Er spricht mit einem sandinistischen Kommandeur in Nicaragua über Politik, erhält von einem Anhänger des Boxeraufstands in China eine Lektion in Kampfkunst und wird als Statist in einem philippinischen Film über den amerikanischen Krieg besetzt. Gangsters of Capitalism zeichnet den Weg von der ersten Welle des US-Expansionismus in Übersee über den Aufstieg des Faschismus in den 1930er Jahren bis hin zu den Krisen der Demokratie in unserer heutigen Zeit nach und erzählt eine eindringliche Geschichte über eine prägende Ära, von der die meisten Amerikaner nie etwas erfahren haben, die aber der Rest der Welt nicht vergessen darf.