Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung des schwulen Lebens in den 1950er Jahren durch Helen Bransons Memoiren und Will Fellows' ergänzende Kommentare, die sowohl faszinierende historische Einblicke als auch die soziale Dynamik der Zeit vermitteln. Es dient als wichtige Zeitkapsel für das Verständnis des Amerikas vor der Steinmauer.
Vorteile:⬤ Aufschlussreich und augenöffnend
⬤ bietet einen reichhaltigen historischen Kontext
⬤ zeigt Empathie gegenüber Homosexuellen
⬤ enthüllt die soziale Dynamik der 1950er Jahre
⬤ informativ für Forscher und Gelegenheitsleser gleichermaßen
⬤ fesselnde Erzählung.
⬤ Manche mögen die Perspektive des Autors als elitär empfinden
⬤ Teile des Buches wirken veraltet und mögen nicht bei allen Lesern Anklang finden, insbesondere in der Queer-Community
⬤ nicht alle Rezensenten schätzten die Gestaltung der Erzählung.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Gay Bar: The Fabulous, True Story of a Daring Woman and Her Boys in the 1950s
Die temperamentvolle, unkonventionelle, aufrichtige und heterosexuelle Helen Branson betrieb in den 1950er Jahren, dem schwulenfeindlichsten Jahrzehnt Amerikas, eine Schwulenbar in Los Angeles. Nachdem sie jahrelang als Entertainerin in Cocktailbars betrunkene Gäste abgewehrt hatte, zog die geschiedene Großmutter den Witz, die Abwechslung und den Spaß vor, den sie bei homosexuellen Männern fand. Sie genoss deren Gesellschaft und bedauerte deren Notlage und gab ihren schwulen Freunden einen Ort, an dem sie sich treffen konnten. Obwohl es damals in Kalifornien gesetzlich verboten war, dass sich Homosexuelle in Bars trafen, war Helens Lokal entspannt, elegant und bemerkenswert sicher vor Polizeirazzien und anderen antihomosexuellen Gefahren. 1957 veröffentlichte sie ihre außergewöhnlichen Memoiren Gay Bar, das erste Buch eines Heterosexuellen, das das Leben von Homosexuellen mit Bewunderung, Respekt und Liebe schildert.
In dieser neuen Ausgabe von Gay Bar verwebt Will Fellows die Kapitel von Branson mit einer historischen Perspektive, die er durch seine eigenen aufschlussreichen Kommentare und Auszüge aus Briefen und Essays in schwulen Publikationen der damaligen Zeit vermittelt. Ebenfalls enthalten ist die ursprüngliche Einleitung des Buches von der eigenwilligen Psychiaterin Blanche Baker aus den 1950er Jahren. Die eklektische Auswahl an Stimmen gibt einen Eindruck vom amerikanischen Leben in diesem außergewöhnlichen Zeitalter der Angst und offenbart, wie schwule Männer sich selbst und ihre Lebensumstände sahen und wie sie von anderen wahrgenommen wurden.
Herausragendes Buch, ausgewählt von der Public Library Association.
Best Books for High Schools, ausgewählt von der American Association of School Libraries.