Bewertung:

In den Rezensionen wird Phillip Gordons Buch als eine fesselnde und aufschlussreiche Untersuchung von William Faulkners Verbindungen zur schwulen Identität hervorgehoben, die neue Perspektiven auf Faulkners Werke und Charakterinterpretationen bietet. Während die Lesbarkeit und der ansprechende Inhalt des Buches geschätzt werden, äußerten einige Leser den Wunsch nach tieferen Definitionen und Erkundungen von Schlüsselkonzepten.
Vorteile:⬤ Fesselnde und aufschlussreiche Analyse
⬤ neue Perspektiven auf bekannte Faulkner-Werke
⬤ trotz akademischer Konventionen gut lesbar
⬤ regt zur Neubewertung von Figuren an
⬤ spricht sowohl Laien als auch Wissenschaftler an
⬤ bietet einen Einblick in Diskussionen über die Darstellung von LGBTQ.
⬤ Mangelnde Tiefe bei der Definition von Schlüsselbegriffen wie „Performance“ und „Selbstdarstellung“
⬤ einige Unklarheiten bei den Interpretationen
⬤ kleinere Unstimmigkeiten bei den Textinterpretationen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Gay Faulkner: Uncovering a Homosexual Presence in Yoknapatawpha and Beyond
Das Leben und die Werke William Faulkners haben zahlreiche biografische Studien hervorgebracht, in denen untersucht wird, wie Faulkner die Geschichte des Südens, die Rasse, seine Beziehung zur Kunst und seinen Platz im Kanon der amerikanischen und der Weltliteratur verstand.
Einige Details aus Faulkners Leben, die von seinen frühen Biographen zusammengetragen wurden, sind jedoch nie veröffentlicht worden, oder wenn doch, dann nur in marginalen Geschichten und kryptischen Verweisen. Die biografischen Aufzeichnungen über William Faulkners Leben müssen noch die lebenslangen Freundschaften aufarbeiten, die er mit schwulen Männern unterhielt, das Ausmaß, in dem er in die schwulen Gemeinschaften in Greenwich Village und New Orleans eintauchte, und wie sehr dieser Teil seines Lebens seine "apokryphe" Schöpfung von Yoknapatawpha County beeinflusste.
Gay Faulkner: Uncovering a Homosexual Presence in Yoknapatawpha and Beyond untersucht die intimen Freundschaften, die Faulkner mit schwulen Männern unterhielt, darunter Ben Wasson, William Spratling und Hubert Creekmore, und ordnet seine Fiktion in den etablierten Kanon der LGBTQ-Literatur ein, einschließlich der Literatur des Ersten Weltkriegs und der Darstellungen von Homosexualität im Kalten Krieg. Das Buch bietet eine umfassende Betrachtung seines Verhältnisses zur schwulen Geschichte und Identität im zwanzigsten Jahrhundert und führt zu einem neuen Verständnis dieses wichtigsten amerikanischen Autors.