Bewertung:

Shake Hands with the Devil: Das Versagen der Menschlichkeit in Ruanda ist ein eindringlicher und emotionaler Bericht über die Erfahrungen von General Roméo Dallaire als Befehlshaber der UN-Mission während des Völkermordes in Ruanda. Das Buch beleuchtet das Versagen der internationalen Gemeinschaft bei der Verhinderung des Völkermords, Dallaires Kämpfe mit der Bürokratie und die tiefgreifenden psychologischen Auswirkungen der Ereignisse, deren Zeuge er wurde. Während die Erzählung fesselnd und persönlich ist, könnten der grafische Inhalt und die Komplexität für einige Leser eine Herausforderung darstellen.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, fesselnd und bietet eine einzigartige Perspektive auf den Völkermord in Ruanda aus erster Hand. Die Leser schätzen Dallaires offene und emotionale Erzählweise sowie seine klare Verurteilung des politischen Versagens, das den Völkermord ermöglichte. Der Detailreichtum des Buches macht es zu einem bedeutenden historischen Dokument, und die intensive emotionale Erfahrung hinterlässt beim Leser einen bleibenden Eindruck.
Nachteile:Die grafischen Beschreibungen können verstörend sein und sind möglicherweise nicht für alle Leser geeignet. Einige Rezensenten fanden Dallaires Schreibstil weniger fesselnd und merkten an, dass die chronologische Struktur das Buch bisweilen ermüdend machte. Außerdem enthält das Buch viele Akronyme und Namen, die Leser, die mit dem Kontext nicht vertraut sind, verwirren könnten. Außerdem kann die Konzentration auf Dallaires persönliche Erzählung es gelegentlich schwierig machen, das Gesamtbild des Völkermords zu erfassen.
(basierend auf 303 Leserbewertungen)
Shake Hands with the Devil: The Failure of Humanity in Rwanda
Zum ersten Mal erscheint in den Vereinigten Staaten die tragische und zutiefst wichtige Geschichte des legendären kanadischen Generals, der "zusah, wie der Teufel die Kontrolle über das Paradies auf Erden übernahm und sich vom Blut der Menschen ernährte, die wir eigentlich schützen sollten". Als Romeo Dallaire zum Kommandeur der UN-Hilfsmission für Ruanda berufen wurde, glaubte er, dass seine Aufgabe darin bestand, zwei Kriegsparteien zu dem Frieden zu verhelfen, den sie beide wollten.
Stattdessen wurde er mit dem barbarischsten und chaotischsten Bürgerkrieg und Völkermord des letzten Jahrzehnts konfrontiert und musste mit ansehen, wie in nur einhundert Tagen mehr als achthunderttausend Ruander getötet wurden. Mit nur wenigen Truppen, seinem eigenen Einfallsreichtum und seinem Mut rettete Dallaire Tausende von Menschen, doch sein Ruf nach mehr Unterstützung durch die Weltgemeinschaft stieß auf taube Ohren.
In Shake Hands with the Devil (Hände schütteln mit dem Teufel) rekonstruiert General Dallaire die schreckliche Geschichte, die von der Weltgemeinschaft ignoriert wurde. Er schildert auch seinen eigenen Werdegang vom selbstbewussten Kalten Krieger zum am Boden zerstörten UN-Kommandeur und schließlich zum General im Ruhestand, der schmerzhaft und öffentlich mit der Überwindung einer posttraumatischen Belastungsstörung kämpft - der ranghöchste Offizier, der jemals solche Erfahrungen mit den Lesern teilte.