Bewertung:

Das Buch ist eine tiefgründige Untersuchung des Beitrags der versklavten Köche zur kulinarischen Geschichte Amerikas. Es verbindet historische Zusammenhänge mit persönlichen Überlegungen und Einsichten und beleuchtet einen oft übersehenen Aspekt der Sklaverei. Viele Leser empfinden es als zeitgemäß, lehrreich und als wertvolle Ergänzung zum Verständnis der Esskultur der Südstaaten.
Vorteile:Zeitgemäß und relevant für aktuelle Themen, gut recherchiert und lehrreich, fesselnder Schreibstil, aufschlussreiche Perspektive auf die Rolle der versklavten Köche, reiche Verwendung von Primärquellen, fördert die Selbstreflexion über das kulturelle Erbe, verbindet Geschichte und Rezepte und behandelt die Geschichte der Sklaverei aufschlussreich.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, das Buch sei nicht überzeugend oder wiederhole sich, es fehle ihm in bestimmten Bereichen an Tiefe, und äußerten den Wunsch nach einem längeren Buch. Es wurden einige logistische Probleme festgestellt, wie etwa das Fehlen des richtigen Formats (z. B. Kindle).
(basierend auf 24 Leserbewertungen)
Bound to the Fire: How Virginia's Enslaved Cooks Helped Invent American Cuisine
Jahrzehntelang waren lächelnde Bilder von „Tante Jemima“ und anderen historischen und fiktiven schwarzen Köchen auf verschiedenen Lebensmittelprodukten und in der Werbung zu sehen. Obwohl diese Bilder in der amerikanischen Populärkultur verniedlicht und romantisiert wurden, repräsentieren sie die unerzählten Geschichten von versklavten Männern und Frauen, die die kulinarischen und gastfreundschaftlichen Traditionen der Nation maßgeblich prägten, obwohl sie gezwungen waren, Essen für ihre Unterdrücker zuzubereiten.
Kelley Fanto Deetz stützt sich auf archäologische Funde, Kochbücher, Aufzeichnungen von Plantagen und Folklore, um eine nuancierte Studie über das Leben versklavter Plantagenköche von der Kolonialzeit bis zur Emanzipation und darüber hinaus zu präsentieren. Sie zeigt, wie diese Männer und Frauen buchstäblich „ans Feuer gefesselt“ waren, als sie in den schwülen und oft fetthaltigen Küchen der Plantagenhäuser lebten und arbeiteten. Diese hochqualifizierten Köche nutzten das Wissen und die Zutaten, die sie aus ihrer afrikanischen Heimat mitbrachten, um komplexe, arbeitsintensive Gerichte zuzubereiten.
Die Anerkennung für ihre Kreationen ging jedoch überwiegend an ihre weißen Besitzer. Deetz gibt diesen vergessenen Persönlichkeiten ihren rechtmäßigen Platz in der amerikanischen Geschichte und in der Geschichte der Südstaaten zurück, indem er ihre reichen und komplizierten Geschichten aufdeckt und ihr lebendiges Vermächtnis mit den Rezepten feiert, die sie kreierten und an die nachfolgenden Generationen weitergaben.