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Bound for Beatitude: A Thomistic Study in Eschatology and Ethics
Bound for Beatitude befasst sich mit der Theologie der Seligkeit des Heiligen Thomas von Aquin und dem Weg dorthin. Folglich ist das Thema des Werkes der Sinn und Zweck des menschlichen Lebens, eingebettet in den des gesamten Kosmos.
Diese Studie ist keine antiquarische Übung im Denken irgendeines mittelalterlichen Denkers, sondern eine Übung der Wiedergewinnung der philosophischen und theologischen Weisheit eines der tiefgründigsten Theologen der katholischen Kirche, den die Kirche heiliggesprochen hat, dem sie den Titel „Doktor der Kirche“ verliehen hat und der lange Zeit als der gemeine Doktor galt. Die vorliegende Arbeit orientiert sich methodisch an ihm und ist somit eine integrierte Arbeit der philosophischen, dogmatischen und moraltheologischen Disziplinen. Ihr spezifisches theologisches Thema, das letzte menschliche Ziel, die vollkommene Glückseligkeit, die Seligkeit und der Weg dorthin, steht im Zentrum der Theologie des Heiligen Thomas.
Seine Theologie der Seligkeit ist keineswegs passé, sondern von dringender Aktualität, da sich die Krise der Menschheit und der Schöpfung sowie die Verbannung Gottes ihrem Höhepunkt zu nähern scheinen. Anhand einer Darstellung, Interpretation und Verteidigung der Lehre von Thomas von Aquin über die Seligkeit und den Weg dorthin wird in Bound for Beatitude ein Argument vorgebracht, das auf vier Thesen beruht: (1) Der Verlust einer Theologie der Seligkeit hat die heutige Theologie stark verarmt.
Um erfolgreich zu sein und zu gedeihen, muss die Theologie eine solide teleologische Orientierung zurückgewinnen. (2) Um eine solide teleologische Orientierung wiederzuerlangen, muss die Theologie die Metaphysik als ihr privilegiertes Instrument zurückgewinnen.
(3) Thomas von Aquin liefert ein immer noch relevantes Modell dafür, wie die Theologie diese Ziele in einer metaphysisch tiefgründigen Theologie der Seligkeit und der seligen Vision erreichen kann. Schließlich (4) zeichnet Aquins reichhaltige und ausgefeilte Darstellung der Tugenden den Weg zur Seligkeit in einer Weise nach, die auch zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts noch analytische Kraft und erstaunliche Relevanz besitzt.