Bewertung:

Das Buch bietet eine fesselnde und gut recherchierte Darstellung der historischen Ereignisse rund um die ersten Kontakte zwischen europäischen Seefahrern und Japan und übertrifft fiktive Darstellungen an Dramatik und Komplexität. Hesselinks detaillierter und evidenzbasierter Schreibstil bietet dem Leser Einblicke in das japanische Feudalsystem und die niederländische Diplomatie.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und auf historischen Dokumenten basierend.
⬤ Fesselnde Erzählung, die echte Dramatik und Intrigen offenbart.
⬤ Bietet ein komplexes Verständnis des japanischen Feudalismus und der niederländischen Interaktionen.
⬤ Empfohlen für Fans der historischen japanischen Kultur.
⬤ Der Schreibstil könnte von manchen Lesern als trocken empfunden werden.
⬤ Die Komplexität des Stils könnte diejenigen nicht ansprechen, die eine geradlinige Erzählung suchen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Prisoners from Nambu: Reality and Make-Believe in 17th-Century Japanese Diplomacy
Am 29.
Juli 1643 wurden zehn Besatzungsmitglieder der holländischen Jacht Breskens in Nambu im Norden Japans an Land gelockt. Sobald sie außer Sichtweite ihres Schiffes waren, wurden die Männer gefesselt und zum Shogun Tokugawa Iemitsu nach Edo gebracht, wo sie vier Monate lang inhaftiert blieben.
Später zwang die japanische Regierung den Vertreter der Niederländischen Ostindien-Kompanie in Nagasaki, anzuerkennen, dass die Seeleute tatsächlich vor dem Schiffbruch gerettet worden waren und dass eine offizielle Anerkennung der Rettung (d. h. ein offizieller Besuch eines niederländischen Botschafters) angebracht war.
Prisoners from Nambu bietet eine lebendige, fesselnde Erzählung dieses relativ obskuren Vorfalls und wirft gleichzeitig ein Licht auf die Geschichte dieser Zeit als Ganzes. Auf der Grundlage von Primärquellen untersucht der Autor die Beziehungen zwischen der Niederländischen Ostindien-Kompanie und der Shogunalregierung unmittelbar nach der Verabschiedung der Klausurgesetze (sakokurei) und der antichristlichen Kampagnen.