Bewertung:

Das Buch von Ned Donoghue bietet einen detaillierten Bericht über das wenig bekannte Ereignis der Quäker aus Philadelphia, die während der Amerikanischen Revolution aufgrund ihrer pro-britischen Sympathien zur Umsiedlung gezwungen wurden. Durch akribische Recherchen, einschließlich zeitgenössischer Tagebücher und Briefe, bietet das Buch eine persönliche und komplexe Sicht auf diese historische Periode und beleuchtet die moralischen Dilemmata, mit denen die Quäker konfrontiert waren, sowie den Machtmissbrauch der Behörden. Es vermischt historische Fakten mit persönlichen Erzählungen und ist damit auch für moderne Diskussionen über soziale Gerechtigkeit und Glaubensfreiheit relevant.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und stützt sich auf Originaldokumente, um ein weniger bekanntes Ereignis sachlich darzustellen. Es verbindet den historischen Kontext mit persönlichen Geschichten, was es fesselnd und aufschlussreich macht. Der Schreibstil wird für seine Klarheit und Eloquenz gelobt, und das Buch dient als zeitgemäße Erinnerung an die Komplexität historischer Erzählungen und Machtdynamiken.
Nachteile:Einige Leser könnten das Thema als unangenehm empfinden, da es die typische Darstellung der amerikanischen Patrioten während der Revolution in Frage stellt. Außerdem könnten diejenigen, die eine umfassendere Erzählung über den Revolutionskrieg suchen, das Gefühl haben, dass dieser spezielle Fokus den Gesamtzusammenhang der Periode einschränkt.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Prisoners of Congress: Philadelphia's Quakers in Exile, 1777-1778
Im Jahr 1777 bezeichnete der Kongress Quäker, die nicht zu den Waffen greifen wollten, um den Unabhängigkeitskrieg zu unterstützen, als „die gefährlichsten Feinde, die Amerika kennt“, und wies Pennsylvania und Delaware an, sie festzunehmen. Daraufhin schickten die Behörden der Keystone State zwanzig Männer - siebzehn davon waren Quäker - ins Exil und verbannten sie nach Virginia, wo sie ein Jahr lang festgehalten wurden.
Prisoners of Congress rekonstruiert diesen Moment der amerikanischen Geschichte anhand der Erfahrungen von vier Familien: den Drinkers, den Fishers, den Pembertons und den Gilpins. Norman E. Donoghue II identifiziert sie als die ersten politischen Gefangenen der neuen Nation und schildert, wie die Quäker, die einst eine herausragende Macht in Pennsylvania und ein integraler Bestandteil der Kolonien und der frühen Republik waren, von Patrioten geschmäht wurden, die die Weigerung, gegen die Engländer zu kämpfen, als Aufruhr ansahen.
Diese überraschende, lebendige und anschaulich erzählte Geschichte des politischen und buchstäblichen Krieges der Vereinigten Staaten gegen eine pazifistische religiöse Gruppe während der Zeit des Revolutionskrieges wirft ein neues Licht auf einen wesentlichen Aspekt der amerikanischen Geschichte. Es wird jeden ansprechen, der mehr über die Gründung der Nation erfahren möchte.