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Captivity, Forced Labour and Forced Migration in Europe during the First World War
Die Vorstellung vom Ersten Weltkrieg als der „großen Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts ist heute in der Geschichtsschreibung fest verankert. Erstaunlich wenig wurde jedoch über das Schicksal der Nichtkombattanten in den besetzten und nicht besetzten Gebieten geschrieben, einschließlich der zivilen Internierten, Deportierten, Vertriebenen und entwaffneten Militärgefangenen.
Dieser Band bringt Experten aus ganz Europa zusammen, um die Phänomene der Gefangenschaft, Zwangsarbeit und Zwangsmigration während und unmittelbar nach den Jahren 1914 bis 1918 zu untersuchen. Jeder Beitrag bietet eine europaweite Perspektive und geht damit über Interpretationen hinaus, die auf einem engen nationalen Rahmen oder nur auf einer der kämpfenden Fronten basieren. Besonderes Augenmerk wird auf die Art und Weise gelegt, wie die Erfahrungen von Internierten, Zwangsarbeitern und Vertriebenen durch spezifische situative Faktoren und die Entwicklung von „Kriegskulturen“ und „Mentalitäten“ in verschiedenen Phasen der jeweiligen Kriegsanstrengungen vermittelt wurden. Weitere Themen sind die Rekrutierung und der Einsatz von Kolonialtruppen in Europa sowie die Bemühungen um die Untersuchung, Überwachung und Verfolgung mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit der Misshandlung von Zivilisten und Kriegsgefangenen. Der letzte Beitrag befasst sich dann mit den Problemen im Zusammenhang mit der Repatriierung und der Wiedereingliederung der zurückkehrenden Gefangenen nach dem Krieg.
Dieses Buch wurde als Sonderausgabe von Immigranten und Minderheiten veröffentlicht.