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Life Sculpted: Tales of the Animals, Plants, and Fungi That Drill, Break, and Scrape to Shape the Earth
Die Menagerie von Lebewesen, die graben, knirschen, bohren und unseren Planeten auf andere Weise umgestalten.
Wussten Sie, dass Elefanten neben Vulkanen kugelsaalgroße Höhlen graben? Oder dass Papageienfische Korallenriffe anknabbern und Sandstrände vollkacken? Oder dass unser Planet einst einen fünf Tonnen schweren, dinosaurierfressenden Alligator-Cousin beherbergte? Tatsächlich war das Leben fast seit seinen faszinierenden Anfängen langweilig. Vor Milliarden von Jahren begannen Bakterien, Algen und Pilze mit dem Abbau von Gestein in den Ozeanen, eine Aufgabe, die sie auch heute noch erfüllen. Vor etwa einer halben Milliarde Jahren begannen tierische Vorfahren, in felsigen Meereslandschaften zu bohren, zu schaben, zu nagen oder zu brechen. Ihre Nachfahren wiederum zerkleinerten die Materialien des Lebens selbst - Schalen, Holz und Knochen. Heute prägen solche „Bioerder“ weiterhin unseren Planeten - von den Bakterien, die unsere Zähne verschlingen, bis hin zur mächtigen Mondschnecke, die stets auf der Suche nach Nahrung ist, wie winzige, von Schnecken gebohrte Löcher in Muscheln und anderen Mondschnecken zeigen.
Es gibt keinen besseren Führer für diese Lebensformen als Anthony J. Martin, ein populärwissenschaftlicher Autor, Paläontologe und Mitentdecker des ersten bekannten wühlenden Dinosauriers. Auf den Spuren von Flechten, Schwämmen, Würmern, Muscheln, Schnecken, Tintenfischen, Seepocken, Seeigeln, Termiten, Käfern, Fischen, Dinosauriern, Krokodilen, Vögeln, Elefanten und (natürlich) Menschen zeigt Life Sculpted, wie sich die Bioerosion mit dem Baum des Lebens ausbreitete und zu einem wesentlichen Bestandteil des Funktionierens von Ökosystemen wurde, während sie das Antlitz unseres Planeten umgestaltete. Mit umfangreichem Wissen und einer nicht geringen Portion Humor nutzt Martin Paläontologie, Biologie und Geologie, um die unglaubliche Kraft der kauenden Kraft des Lebens zu enthüllen. Er regt uns dazu an, über die Vergangenheit und die Gegenwart der Bioerosion nachzudenken und gleichzeitig zu überlegen, wie uns das Wissen über diese Geschichte helfen könnte, den Klimawandel in Zukunft abzumildern und uns an ihn anzupassen. Ja, Martin räumt ein, dass das Leben manchmal hart sein kann - aber das Leben macht auch jeden Tag alles weniger hart.