Bewertung:

Das Buch ist eine gut recherchierte und informative Untersuchung der Bestattungssitten und -traditionen in den Ozarks von Arkansas. Es wird für seinen fesselnden Schreibstil und die Einbeziehung historischer Analysen gelobt, was es zu einer wertvollen Quelle für jeden macht, der sich für lokale Geschichte interessiert, insbesondere im Zusammenhang mit Beerdigungen und Bestattungspraktiken.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, informativ, leicht zu lesen, gründlich recherchiert, enthält hilfreiche Anmerkungen und einen Index, viele interessante historische Analysen, schöne Fotos, einen lokalen Schwerpunkt und weckt bei Lesern mit Verbindungen zu dieser Gegend Nostalgie.
Nachteile:Einige Leser erwarteten umfangreichere regionale Informationen und fanden, dass der Schwerpunkt vor allem auf frühen Beerdigungs- und Bestattungsbräuchen lag. Einige hätten sich gewünscht, dass das Buch länger wäre.
(basierend auf 24 Leserbewertungen)
Gone to the Grave: Burial Customs of the Arkansas Ozarks, 1850-1950
Bevor es eine Bestattungsindustrie gab, in der professionelle Bestattungsunternehmen Einbalsamierungen und andere Dienstleistungen anboten, bestatteten die Bewohner der Ozarks in Arkansas - und im Übrigen die Menschen im gesamten Süden - ihre eigenen Toten. Jeder Teil des komplizierten, arbeitsintensiven Prozesses wurde in der Gemeinde des Verstorbenen abgewickelt. Dazu gehörten die Vorbereitung des Leichnams für die Bestattung, die Herstellung eines Holzsarges, das Ausheben des Grabes und die Beaufsichtigung der Bestattungszeremonie sowie die Einhaltung einer Vielzahl von Bräuchen und Aberglauben.
Diese Traditionen, insbesondere in ländlichen Gemeinden, blieben bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs die Norm. Danach führten verschiedene Faktoren, vor allem der Verlust von Arbeitskräften und der Aufstieg der Bestattungsindustrie, zum Ende der meisten Bräuche.
Gone to the Grave, eine akribische Autopsie dieser inzwischen verschwundenen Lebens- und Todesart, dokumentiert Trauer und praktische Rituale anhand von Interviews, Tagebüchern und Erinnerungen, Nachrufen und einer Vielzahl anderer Quellen. Abby Burnett berichtet von Versuchen, den Tod hinauszuzögern.
Verstorbene, die aus verschiedenen Gründen nicht gemäß der Tradition betrauert werden konnten.
Faktoren, die zur hohen Mütter- und Säuglingssterblichkeit beitragen.
Und die Art und Weise, wie der Verlust durch Nachrufe und Epitaphien ausgedrückt wurde. Ein abschließendes Kapitel befasst sich mit den frühen Bestattungspraktiken und den vielfältigen Bemühungen der Bestattungsbranche, die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit ihrer Dienstleistungen zu überzeugen.