Bewertung:

Das Buch kritisiert den gegenwärtigen Zustand der Wissenschaft und beleuchtet Fragen des Dogmas, der Zensur und der mangelnden Offenheit für neue Ideen. Es unterstreicht die Notwendigkeit eines ehrlicheren und fortschrittlicheren wissenschaftlichen Diskurses und stellt die alarmierende These auf, dass die Wissenschaft zu einer religiösen Institution geworden ist, in der abweichende Stimmen zum Schweigen gebracht werden.
Vorteile:Das Buch wird für seine aufschlussreiche Analyse des Wissenschaftssystems, die detaillierten Ausführungen der sachkundigen Autoren und seinen Aufruf zu Transparenz und Fortschritt in Forschung und Entwicklung gelobt. Es bietet eine neue Perspektive, die selten ist und für eine informierte Öffentlichkeit entscheidend ist.
Nachteile:Einige Leser könnten die Behauptungen des Buches als zu hart oder verschwörerisch empfinden, da sie das Gefühl haben, dass es ein Bild der Wissenschaft als zu korrupt oder dogmatisch zeichnet, ohne die Komplexität des wissenschaftlichen Diskurses zu würdigen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Against the Tide: A Critical Review by Scientists of How Physics and Astronomy Get Done
Niemand sollte ein Monopol auf die Wahrheit in diesem Universum haben. Die Zensur und Unterdrückung herausfordernder Ideen gegen den Strom der Mainstream-Forschung, die schwarze Liste von Wissenschaftlern zum Beispiel, ist weder der beste Weg, um Wissenschaft zu betreiben und zu filtern, noch um den Fortschritt im menschlichen Wissen zu fördern.
Das Entfernen guter und neuer Ideen von der wissenschaftlichen Bühne ist der Suche nach der Wahrheit sehr abträglich. Es gibt Fälle, in denen ein bloßer unqualifizierter Glaube gelegentlich in eine allgemein akzeptierte wissenschaftliche Theorie umgewandelt werden kann, und zwar durch das Screening der referierten Literatur und der von den wissenschaftlichen Organisationskomitees geplanten Tagungen sowie durch die Verteilung von Geldern, die von "Clubmeinungen" kontrolliert werden. Dies führt zu einheitlichen Paradigmen und einheitlichem Denken, das nicht unbedingt mit der einzigen Wahrheit verbunden ist.
Dies ist das Thema dieses Buches: eine kritische Analyse der Probleme der offiziellen (und manchmal illegalen) Mechanismen, mit denen die aktuelle Wissenschaft (insbesondere die Physik und die Astronomie) heute verwaltet und gefiltert wird, sowie der lästigen Folgen, die diese Mechanismen für uns alle haben. Neben den Herausgebern zeigen Juan Miguel Campanario, Brian Martin, Wolfgang Kundt, J.
Marvin Herndon, Marian Apostol, Halton C. Arp, Tom Van Flandern, Andrei P.
Kirilyuk, Dmitri Rabounski und Henry H. Bauer, allesamt professionelle Forscher, einen pessimistischen Blick auf die Misere des gegenwärtigen Systems, während ein Hoffnungsschimmer in der "leitmotivischen" Forderung nach Freiheit in der Forschung und dem Erreichen eines akzeptablen ethischen Niveaus in der Wissenschaft bleibt.