
Opposing Apartheid on Stage: King Kong the Musical
Ein fesselnder Bericht über eine rassenübergreifende Jazzoper, die das Südafrika der Apartheid im Sturm eroberte und einen Wendepunkt in der Kulturgeschichte des Landes markierte.
1959 fegte King Kong, eine rassenübergreifende Jazzoper, durch Südafrika und wurde zu einem landesweiten Phänomen. Die Aufführungen waren ausverkauft, die LP wurde weithin gehört, und die Darsteller wurden zu anerkannten Berühmtheiten. Mit einem afrikanischen Komponisten, einer afrikanischen Besetzung und einem afrikanischen Orchester, aber überwiegend weißen Regisseuren und Produzenten unterschied sich diese rassenübergreifende Produktion völlig von allen anderen Theaterproduktionen in der Geschichte des Landes. Obwohl die Inszenierung mehr als ein Jahrzehnt nach dem Inkrafttreten der Apartheid stattfand, fand die rassenübergreifende Zusammenarbeit, die die rassischen, politischen, ethnischen und klassenbedingten Gräben Südafrikas überbrückte, großen Anklang.
King Kong gilt als Wendepunkt in der Geschichte des südafrikanischen Theaters und der südafrikanischen Musik und verkörperte wichtige Strömungen der südafrikanischen Kulturgeschichte. Der Autor Tyler Fleming packt in seiner fesselnden Erzählung das Leben des Musicals aus, vom Auftauchen des Schwergewichtsboxers „King Kong“ Dlamini über die Dynamik hinter den Kulissen der Proben bis hin zur Tournee des Musicals 1961 in Großbritannien und den späteren Erfahrungen der Darsteller, die wegen ihres Widerstands gegen die Apartheid im Exil leben mussten. Opposing Apartheid on Stage: „King Kong“ the Musical erforscht die Geschichte dieser Jazz-Oper und ihr bleibendes Vermächtnis sowohl in der südafrikanischen Geschichte als auch in der globalen Popkultur.