Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 13 Stimmen.
Adversarial Design
Eine Erkundung der politischen Qualitäten des Technologiedesigns, wie sie in Projekten aus den Bereichen Kunst, Informatik und Konsumgüter zu sehen sind.
In Adversarial Design untersucht Carl DiSalvo die Art und Weise, wie Technologiedesign das Politische provozieren und einbeziehen kann. Er beschreibt eine Praxis, die er als „kontradiktorisches Design“ bezeichnet und die die Mittel und Formen des Designs nutzt, um Überzeugungen, Werte und Tatsachen zu hinterfragen. Dabei geht es nicht nur um die Anwendung von Design auf die Politik - etwa um den Versuch, die Regierungsführung durch die Neugestaltung von Stimmzetteln und Wahllokalen zu verbessern -, sondern auch darum, konventionelle Ansätze zu politischen Themen in Frage zu stellen.
DiSalvo untersucht die politischen Qualitäten und Potenziale von Design anhand einer Reihe von Projekten, die Design und Kunst, Technik und Informatik, Agitprop und Konsumgüter umfassen. Er betrachtet diese Projekte - zu denen computergestützte Visualisierungen von Macht- und Einflussnetzwerken, Therapieroboter, die Geselligkeit gestalten, und mit Mikrochips versehene Alltagsgegenstände, die es den Nutzern ermöglichen, die Überwachung zu umgehen - durch die Linse des Agonismus, einer politischen Theorie, die den Streit als Grundlage der Demokratie betont. DiSalvos aufschlussreiche Analyse zielt darauf ab, der Designkritik einen neuen Ansatz für das Nachdenken über die Beziehung zwischen Formen des politischen Ausdrucks, dem Medium Computer und den Prozessen und Produkten des Designs zu liefern.