Gegenstand des Dokumentarischen, 16

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Gegenstand des Dokumentarischen, 16 (Michael Renov)

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Originaltitel:

Subject of Documentary, 16

Inhalt des Buches:

Der Dokumentarfilm, ein Genre, das so alt ist wie das Kino selbst, hat sich traditionell um Objektivität bemüht. Ob ethnografische, propagandistische oder pädagogische Filme, Dokumentarfilmer haben die Kamera nach außen gerichtet und so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich selbst gelenkt.

In den letzten Jahrzehnten ist jedoch eine neue Art von Dokumentarfilm entstanden, bei dem der Filmemacher zum Subjekt seiner Arbeit wird. Ob sie nun die Familiengeschichte, die sexuelle Identität oder eine persönliche oder soziale Welt dokumentieren, diese neue Generation von Dokumentarfilmemachern hat sich trotzig der Autobiografie verschrieben. In The Subject of Documentary (Das Subjekt des Dokumentarfilms) konzentriert sich Michael Renov darauf, wie das Dokumentarfilmen zu einem wichtigen Mittel für die Untersuchung und Konstruktion des eigenen Selbst geworden ist.

Anhand von Schlüsselfiguren des Dokumentarfilms sowie nicht-kanonischer Videokunst und Avantgarde-Künstlern erweitert Renov die Definition dessen, was als Dokumentarfilm gilt, und untersucht die Überschneidung des Persönlichen mit dem Politischen, indem er untersucht, wie die Erinnerung einen Weg schaffen kann, beunruhigende Fragen zu Identität, Unterdrückung und Widerstandsfähigkeit zu stellen. Indem er den historischen Kontext für die explosionsartige Zunahme persönlicher Non-Fiction-Filme in den 1980er und 1990er Jahren aufzeigt, analysiert Renov Filme, in denen die Subjektivität des Filmemachers ausdrücklich in Bezug auf politischen Kampf oder historisches Trauma definiert wird, von Haskell Wexlers Medium Cool bis zu Jonas Mekas' Lost, Lost, Lost.

Über den traditionellen Dokumentarfilm hinaus betrachtet Renov auch nicht-traditionelle Formen autobiografischer Praxis wie den Essayfilm, das Videogeständnis und die persönliche Webseite. Einzigartig in seiner Aufmerksamkeit für die verschiedenen Ausdrucksformen des persönlichen Non-Fiction-Films, schafft The Subject of Documentary ein neues Verständnis für die verstärkte Rolle und Funktion der Subjektivität in der zeitgenössischen dokumentarischen Praxis.

Michael Renov ist Professor für kritische Studien an der USC School of Cinema-Television. Er ist der Herausgeber von Theorizing Documentary und Mitherausgeber von Resolutions: Contemporary Video Practices (Minnesota, 1996) und Collecting Visible Evidence (Minnesota, 1999).

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780816634415
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2004
Seitenzahl:312

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