Bewertung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche und zutiefst berührende Darstellung der chinesischen Ein-Kind-Politik und beleuchtet anhand wahrer Geschichten sowohl die persönlichen als auch die gesellschaftlichen Auswirkungen. Es bietet eine facettenreiche Sicht auf die Politik und erörtert sowohl ihre negativen Folgen als auch einige unerwartete positive Auswirkungen, insbesondere auf chinesische Mädchen.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert, aufschlussreich, leicht und dennoch emotional zu lesen, regt zum Nachdenken an und berührt mehrere Gesichtspunkte, einschließlich positiver Aspekte.
Nachteile:Einige Leser könnten den emotionalen Inhalt als schwierig empfinden, da er sehr berührend sein und zu Tränen rühren kann.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Secrets and Siblings: The Vanished Lives of China's One Child Policy
Vor zweiunddreißig Jahren setzten Frau Li und Herr Wu aus Zhejiang ihre zweite kleine Tochter auf einem Markt aus. Frau Wang Maochen aus Peking hat sieben Kinder, aber sechs von ihnen sind illegal, so dass sie nicht zur Universität gehen, keine Arbeit annehmen, nicht zum Arzt gehen, nicht heiraten und nicht einmal ein Zugticket kaufen können. Zhao Min aus Guangzhou lernte das Konzept der Geschwister erst an der Universität kennen, denn in ihrer Stadt gab es keine Schwestern oder Brüder.
Angesichts der Tatsache, dass die chinesische Regierung nun die Zwei-Kind-Politik einführt, zeigt Secrets and Siblings das Ausmaß der tragischen Folgen auf und verdeutlicht, wie sich die chinesische Familie und Gesellschaft für immer verändert hat. Dabei werden auch viele unserer falschen Vorstellungen über das Familienleben in China in Frage gestellt, da die Adoption von Mädchen in China eher durch den Staat als durch Vorurteile der Bevölkerung behindert wird.
Secrets and Siblings ist brutal und hoffnungsvoll zugleich und wirft die Frage auf, was der Staat und seine Kinder tun werden, wenn sie erwachsen werden.