Bewertung:

Das Buch „Ghost Season“ von Fatin Abbas ist ein sehr fesselnder Roman, der das Leben im Südsudan während des Bürgerkriegs anhand von fünf Personen, die durch eine NRO miteinander verbunden sind, ergreifend beschreibt. Die Charaktere sind gut entwickelt, und die Erzählung thematisiert die komplexe Dynamik des Krieges, die sozialen Bedingungen und die Auswirkungen des Klimawandels auf die lokale Bevölkerung.
Vorteile:Der Roman wird für seine reichhaltige Charakterentwicklung gelobt, insbesondere für die Komplexität der Hauptfiguren, und für seine lebendige Darstellung der Lebenswirklichkeit während eines Bürgerkriegs. Die Leserinnen und Leser schätzen Abbas' aufschlussreiche Kommentare zu sozialen und politischen Themen sowie die fesselnde Erzählweise, die sie an der Reise der Figuren teilhaben lässt.
Nachteile:Einige Leser empfanden das Tempo als langsam, vor allem in der ersten Hälfte des Buches, wo der Schwerpunkt eher auf den Hintergründen der Figuren als auf der Handlung liegt. Einige Rezensenten wiesen darauf hin, dass sie sich mehr für den kulturellen und politischen Kontext als für die Figuren oder die Handlung interessierten, was darauf hindeutet, dass die Erzählung eher diejenigen anspricht, die eine informative Lektüre als eine traditionelle, von den Figuren bestimmte Geschichte suchen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Ghost Season
Eines Morgens taucht in Saraaya, einer abgelegenen Grenzstadt zwischen Nord- und Südsudan, eine mysteriöse verbrannte Leiche auf. Für fünf Fremde, die auf dem Gelände einer Nichtregierungsorganisation (NRO) leben, ist der Fund ein Vorbote des bevorstehenden Unheils.
Der südsudanesische Übersetzer William bringt die Leiche mit dem plötzlichen Verschwinden der Köchin Layla in Verbindung, in die er sich verliebt hat. Währenddessen kämpft die sudanesisch-amerikanische Filmemacherin Dena darum, eine Verbindung zu ihrer unbekannten Heimat aufzubauen, und der weiße Entwicklungshelfer Alex aus dem Mittleren Westen muss feststellen, dass seine Pläne durch den Klimawandel und den drohenden Bürgerkrieg durchkreuzt werden. Zwischen den Erwachsenen tanzt Mustafa, ein kluger, liebenswerter Zwölfjähriger, der versucht, sich aus der Armut zu befreien.
Inmitten der Paradoxien von Identität, Kunst, humanitärer Hilfe und einem von Konflikten zerrissenen Gebiet müssen diese unvergesslichen Figuren Bande schmieden, die stärker sind als Blut, Ethnie und Nation. Für Leser von Chimamanda Ngozi Adichie und Maaza Mengiste ist Ghost Season ein fesselndes, lebendiges Debüt, das Fatin Abbas als eine starke neue Stimme der Belletristik ankündigt.