Bewertung:

Hounded by God ist ein sehr persönliches und nachdenklich stimmendes Memoir von Joseph Gentilini, in dem er seinen Kampf mit dem Schwulsein innerhalb der Grenzen seiner katholischen Erziehung schildert. Anhand von Tagebucheinträgen schildert er seinen Weg zur Selbstakzeptanz, die Auswirkungen seines Glaubens und seine Beziehungen zu Familie und Kirche. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Themen Liebe, Akzeptanz und die transformative Kraft des Glaubens.
Vorteile:Das Buch wird für seine emotionale Tiefe, seine aufschlussreichen Reflexionen und den Mut des Autors gelobt, von seinen Kämpfen zu erzählen. Die Leser finden es inspirierend und erbaulich, da es eine hoffnungsvolle Erzählung für LGBTQ-Personen darstellt. Das Format der Tagebucheinträge bietet eine unmittelbare und authentische Darstellung seiner Erfahrungen und vermittelt auf wirksame Weise den Schmerz und die Freude auf seiner Reise. Viele Leser schätzen die positiven Botschaften über Liebe, Glauben und persönliches Wachstum.
Nachteile:Einige Leser empfinden das Tagebuchformat als ablenkend und nicht förderlich für einen traditionellen Erzählfluss. Die Gliederung nach Themen und nicht nach der Chronologie kann für einige Leser den Gesamteindruck der Erzählung beeinträchtigen, so dass sie sich weniger zusammenhängend anfühlt. Außerdem könnte das Buch bei denjenigen, die weniger an den spirituellen Aspekten der Erfahrung des Autors interessiert sind, keinen Anklang finden.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
Hounded by God: A Gay Man's Journey to Self- Acceptance, Love, and Relationship - Second Edition
In Hounded by God schreibt der Autor über seinen Kampf, seine Homosexualität mit seiner Persönlichkeit und seiner katholisch-christlichen Spiritualität zu vereinbaren. Er wurde 1948 geboren und wuchs in den 50er, 60er und 70er Jahren auf, als Homosexualität entweder als Geisteskrankheit oder als schwere Sünde angesehen wurde. Im Jahr 1968 hatte er seine erste homosexuelle Erfahrung. Da er sich schämte und versuchte, seine Gefühle zu unterdrücken, verbrachte er über sechs Jahre in Therapie.
Streng römisch-katholisch erzogen, beichtete Joseph einem Priester seine vielen „Sünden“ und besuchte täglich die Messe. Er fühlte sich hoffnungslos, wenn es darum ging, seine Homosexualität zu akzeptieren und ein glückliches Leben als schwuler Mann zu führen, und wiederholte jede Nacht: „Wenn es zu schlimm wird, kann ich mich jederzeit umbringen.“ Im Jahr 1974 wusste er, dass eine Therapie seine sexuelle Orientierung nicht ändern würde, und er war verzweifelt.
Joseph erlebte, dass Gott ihn drängte, seine schwule Identität zu akzeptieren und zu glauben, dass Gott ihn so liebt, wie er ist. Sein autobiografisches Tagebuch offenbart sein allmähliches Erwachen, seine Berufung zu leben, nicht nur als schwuler Mann in einer Beziehung zu seinem Ehepartner und zu Gott, sondern auch als jemand, der bereit ist, seinen Weg mit denen zu teilen, die mit ihrer Homosexualität und ihrem Glauben kämpfen.