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Being Together in Place: Indigenous Coexistence in a More Than Human World
Being Together in Place erforscht die Landschaften, die indigene und nicht-indigene Menschen zu anhaltenden und schwierigen Verhandlungen über ihre radikal unterschiedlichen Interessen und Anliegen zusammenbringen.
Anhand von drei Orten - dem traditionellen Territorium der Cheslatta-Carrier in Britisch-Kolumbien, den Wakarusa Wetlands im Nordosten von Kansas und den Waitangi Treaty Grounds in Aotearoa/Neuseeland - beleuchtet dieses Buch die herausfordernde, zaghafte und provisorische Arbeit der Koexistenz an umstrittenen Orten wie Feuchtgebieten, Vertragsgebieten, Fischgründen, Erholungsgebieten, Friedhöfen, Kulturpfaden und traditionellen Dorfplätzen. An diesen Orten lernen die Aktivistinnen und Aktivisten, wie sie die ihnen innewohnenden und lebensfördernden Lebensweisen artikulieren und verteidigen können, insbesondere gegenüber denjenigen, die diese Orte beschädigen oder zerstören wollen.
Mit Hilfe ethnographischer Forschung und einer geographischen Perspektive zeigen Soren C. Larsen und Jay T. Johnson zeigen, wie die Gemeinschaften in diesen Regionen die Machtverhältnisse herausfordern, die die anhaltende (post)koloniale Begegnung in liberal-demokratischen Siedlerstaaten strukturieren.
Aus ihren Gesprächen mit den Aktivistinnen und Aktivisten ging ein ausgeprägtes Gefühl dafür hervor, dass die Orte, um die sie sich kümmerten, etwas bewirken, ein „Ruf“, der sie zum Dialog, zu Beziehungen und zum Handeln mit menschlichen und nicht-menschlichen Mitmenschen bewegte. Dieses Zusammensein an einem Ort, so finden sie, spricht auf kraftvolle Weise für die Vitalität der Koexistenz: wo Menschen und Nichtmenschen daran arbeiten, ihre Beziehungen zu dekolonisieren; wo gegenseitige Vormundschaft auf neue und unerwartete Weise wieder zusammengefügt wird; und wo eine neue Art von „Ortsdenken“ an den Grenzen kolonialer Macht entsteht.