
Community Gardening as Social Action
In den letzten zehn Jahren hat das gemeinschaftliche Gärtnern einen Aufschwung erlebt, an dem sich eine Vielzahl von Akteuren beteiligen wollen, von Gesundheitsorganisationen, die den Obst- und Gemüsekonsum steigern wollen, bis hin zu radikalen sozialen Bewegungen, die nach Symbolen für nicht-kapitalistische Formen der Beziehung und Raumnutzung suchen.
Gemeinschaftsgärten sind zu einem Brennpunkt für lokalen Aktivismus geworden, in dem sich Menschen dafür einsetzen, zur Ernährungssicherheit beizutragen, die Erosion des öffentlichen Raums in Frage zu stellen, die städtische Umwelt zu erhalten und zu verbessern, Technologien für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion zu entwickeln, das Engagement der Gemeinschaft zu fördern und Nachbarschaftssolidarität zu schaffen. Auf der Grundlage eingehender Fallstudien und der Theorie sozialer Bewegungen bietet Claire Nettle ein neues empirisches und theoretisches Verständnis des gemeinschaftlichen Gärtnerns als Ort kollektiven sozialen Handelns.
Dies ermöglicht nicht nur ein differenzierteres und umfassenderes Verständnis des gemeinschaftlichen Gärtnerns, sondern hebt auch seine potenziellen Herausforderungen für die Vorstellungen von Aktivismus, Gemeinschaft, Demokratie und Kultur hervor.