Bewertung:

Das Buch ist eine einzigartige interdisziplinäre Studie, die Theaterwissen mit Informatik verbindet, um Mixed-Reality-Performance durch Interviews mit Praktikern zu erforschen.
Vorteile:Es bietet ein integriertes Verständnis von Kunst und Wissenschaft in der Mixed-Reality-Performance, enthält ausführliche Interviews, die Projekte zum Leben erwecken, behandelt innovative Werke und Konzepte und präsentiert überzeugende Argumente für neue Ansätze für interaktive Werke.
Nachteile:In der Rezension werden keine besonderen Nachteile oder Schwächen des Buches erwähnt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Performing Mixed Reality
Ein Informatiker und ein Theoretiker für Performance und neue Medien definieren und dokumentieren das aufkommende Feld der Mixed-Reality-Performance.
Eine neue Generation von Künstlern, die an der Spitze der Live-Performance steht, setzt digitale Technologien ein, um besondere Formen der interaktiven, verteilten und oft zutiefst subjektiven Theateraufführung zu schaffen. Die Arbeit dieser Künstler verändert nicht nur die Erfahrung des Theaters grundlegend, sondern auch die Art der menschlichen Interaktion mit Computern. In diesem Buch bieten Steve Benford und Gabriella Giannachi einen neuen theoretischen Rahmen für das Verständnis dieser Erfahrungen - die sie als Mixed-Reality-Performances bezeichnen - und dokumentieren eine Reihe von wegweisenden Aufführungen und Installationen, die das Reale und das Virtuelle, die Live-Performance und die Interaktivität vermischen.
Benford und Giannachi stützen sich auf eine Reihe von Arbeiten, die am Mixed Reality Laboratory der Universität Nottingham entwickelt wurden, und beschreiben die Zusammenarbeit mit Künstlern (vor allem mit der Gruppe Blast Theory), die nach und nach einen ausgeprägten interdisziplinären Ansatz zur Verbindung von Praxis und Forschung entwickelt haben. Sie bieten detaillierte und ausführliche Berichte über diese Arbeiten aus verschiedenen Perspektiven, einschließlich Interviews mit den Künstlern und Forschern des Mixed Reality Laboratory. Die Autoren entwickeln eine übergreifende Theorie für die Untersuchung und Gestaltung von Mixed-Reality-Performances, die auf dem Ansatz verschachtelter Trajektorien durch hybride Strukturen von Raum, Zeit, Schnittstellen und Rollen basiert. Kombinationen von kanonischen, teilnehmenden und historischen Trajektorien zeigen, wie solche Performances komplexe Konfigurationen von real und virtuell, lokal und global, faktisch und fiktional sowie persönlich und sozial schaffen.