
Justice?
Was ist Gerechtigkeit? Ist es die Überzeugung von Fairness, von moralischer Rechtschaffenheit? Wenn ja, nach wessen Maßstäben der Fairness? Wenn ja, nach wessen Maßstäben der Moral? Oder ist es die Verhängung einer gerechtfertigten Strafe? Und von wem wird sie verhängt? In diesem Roman werden das schattenhafte Leben, die skandalöse Geschichte und die innersten Gefühle zweier italienischer Familien, die nach dem Zweiten Weltkrieg zufällig in dem australischen Dorf Cringila an der Südküste Asyl suchen, aufgeschlüsselt und unter die Lupe genommen.
Die Wege der Familien Panzarroti und Garibaldi kreuzen sich, nachdem ein ortsansässiger Stahlarbeiter in den Eisen- und Stahlwerken von Port Kembla ermordet wurde, und zwar auf die gleiche Weise wie bei einer Hinrichtung durch die Camorra, die sich vor fast vierzig Jahren in Neapel ereignete. Die geheime Fehde der beiden Familien verschärft sich, als der Capo des Giordano-Clans, eines der berüchtigtsten Camorra-Clans Neapels, das Vermögen der einen Familie an die andere vererbt, das er mit Vorurteilen behindert und unehrenhaft verwaltet.
Beruht die Gerechtigkeit einfach auf dem Grundsatz, dass ein Mensch das bekommt, was er verdient? Oder ist Gerechtigkeit nichts weiter als ein missgestaltetes Wort, das jeder gerne benutzt, um sein Handeln zu rechtfertigen?