
Seeing Justice: Witnessing, Crime and Punishment in Visual Media
Ein Blick hinter die Kulissen der Kämpfe zwischen Bildjournalisten und Beamten um das, was die Öffentlichkeit sieht - und damit auch viel von dem, was die Öffentlichkeit weiß - über das Strafrechtssystem. Im Zusammenhang mit Verbrechen, sozialer Gerechtigkeit und dem Gesetz ist in den visuellen Medien nichts so, wie es scheint.
In der heutigen medialisierten sozialen Welt hat sich die visuelle Kommunikation in eine demokratische Sphäre verlagert, die die Art und Weise, wie wir Bilder als Beweismittel verstehen und nutzen, erheblich verändert hat. In Seeing Justice untersucht Mary Angela Bock die Art und Weise, wie die Strafjustiz in den USA in den visuellen Medien dargestellt wird, indem sie sich auf die Praktiken von Bildjournalisten im Zusammenhang mit der Strafverfolgung konzentriert. Anhand von ausführlichen Interviews, teilnehmender Beobachtung, aktuellen Gerichtsfällen und kritischer Diskursanalyse untersucht Bock detailliert, wie die Digitalisierung die Beziehungen zwischen Medien, Verbrauchern und dem Strafrechtssystem verändert.
Von der Boulevardberichterstattung über die letzte öffentliche Hinrichtung in den USA bis hin zu Karen-Shaming-Videos, von Fahndungsfotos bis hin zu Täterspaziergängen konzentriert sie sich auf die praktischen Kämpfe zwischen Journalisten, Polizei und Gerichtsbeamten um die Kontrolle der Art und Weise, wie Bilder die daraus resultierenden Erzählungen beeinflussen. Seeing Justice zeigt auf, wie mächtige Interessen das, was die Öffentlichkeit sieht, formen, und bietet ein Modell für das Verständnis der Verwendung von Bildern in der Nachrichtenberichterstattung.