
Totality
Die zweite Kollektion von Anders Villani erforscht mit beeindruckender formaler Bandbreite und architektonischem Design, wie Gewalt das Selbstsein hervorbringt, indem sie es radikal in Frage stellt.
Was bedeutet es, in einem Körper zu leiden, der auch Macht symbolisiert? Wie kann die Poesie, die auf die „Unschärfe“ und das „Panorama“ achtet, dieser moralischen Dissonanz in ihrer subtilsten und intimsten Form nachspüren? Wie beruhen Vorstellungen von Krankheit und Genesung, von Opfer und Täter auf fragilen Archetypen, und welche alternativen Verständnisse entstehen, wenn diese Grundlagen ins Wanken geraten? Villani bewegt sich zwischen Mythos, Geständnis, Erzählung und Traum, um solche Fragen anzugehen - nicht abstrakt, sondern durch die Erfahrungen eines Subjekts, dessen Fähigkeit zu lieben und geliebt zu werden auf dem Spiel steht. Novellistisch in Bogen und Umfang, lyrisch sinnlich und suchend, lädt Totality die Leser auf eine Reise der Selbsterkundung ein, die neue Kanäle in der zeitgenössischen Poetik des Traumas ausgräbt.
Während sich Geheimnisse offenbaren und verbergen, durch den Schmelztiegel der Hypermaskulinität, und mit unermüdlichem Mitgefühl, wagen Villanis Gedichte eine weitreichende und zeitgemäße Musik.