Bewertung:

Insgesamt ist „Tales of the Jazz Age“ von F. Scott Fitzgerald eine Sammlung von Kurzgeschichten, die einen Einblick in das Leben und die Zeiten des Jazz-Zeitalters durch die einzigartige Linse des Autors bietet. Die Geschichten sind von unterschiedlicher Qualität und Thematik, wobei einige aufgrund ihrer Kreativität und der Widerspiegelung gesellschaftlicher Werte gut ankamen, während andere wegen ihrer mangelnden Kohärenz oder ihres fehlenden Bezugs zur damaligen Zeit kritisiert wurden. Insbesondere „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ hat wegen seines faszinierenden Konzepts Aufmerksamkeit erregt und unterscheidet sich erheblich von seiner Verfilmung. Die Sammlung, die für ihren poetischen Charme und ihre Charakterisierungen gelobt wird, leidet jedoch in einigen Ausgaben unter typografischen Fehlern, die das Leseerlebnis beeinträchtigen.
Vorteile:Erschwingliche Ausgabe, gut redigiert, fesselnde und abwechslungsreiche Geschichten, insbesondere „Der seltsame Fall des Benjamin Button“, interessante Charakterentwicklung, gute Darstellung der Werte des Jazz-Zeitalters, poetischer Schreibstil, fesselnde Erzählung.
Nachteile:Schwankende Qualität der Geschichten, einige Geschichten sind schwer zu verfolgen oder langweilig, Tippfehler, kleine Schrift in einigen Ausgaben, bestimmte Ausgaben enthalten keine Originalinhalte, nicht alle Geschichten sind mit dem Thema Jazz Age verbunden.
(basierend auf 171 Leserbewertungen)
Tales of the Jazz Age
In "Der seltsame Fall des Benjamin Button" beginnt ein 1860 geborenes Baby sein Leben als alter Mann und altert dann rückwärts. F.
Scott Fitzgerald spielte auf diese Art der Umkehrung an, als er seine Ära als "eine Generation, die aufwuchs, um alle Götter tot, alle Kriege ausgefochten und allen Glauben an den Menschen erschüttert zu finden" bezeichnete. Vielleicht ist diese "verlorene Generation" nirgendwo in der amerikanischen Belletristik so lebendig erhalten geblieben wie in Fitzgeralds Kurzgeschichten.
Diese Sammlung umspannt die amerikanische Landschaft des frühen 20. Jahrhunderts und fängt mit Fitzgeralds typischer Mischung aus Verzauberung und Desillusionierung das Amerika des Jazz-Zeitalters ein.