Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Stories of the Self: Life Writing After the Book
Die Bedeutung des persönlichen Geschichtenerzählens in der heutigen Kultur und Politik
Wie erzählen wir in einem Zeitalter, in dem unsere Erfahrungen durch eine Vielzahl von digitalen und physischen Medien verarbeitet und gefiltert werden, unsere eigene Geschichte? Wie bekommen wir ein „Leben“, einen Sinn darin, wer wir sind und wie wir leben, und wie können wir dies anderen vermitteln? Stories of the Self greift die literarische Studie der Autobiografie auf und öffnet sie für ein breites und faszinierendes Spektrum materieller Praktiken jenseits des Buches, indem es die vielfältigen Möglichkeiten untersucht, wie Menschen sich in der zeitgenössischen Kultur dokumentieren. Anna Poletti untersucht Andy Warhols Time Capsules, eine Sammlung von sechshundert Pappschachteln, die mit Textobjekten aus dem Alltag des Künstlers gefüllt sind, das digitale Crowdsourced-Archiv PostSecret aus der Mitte der achtziger Jahre, die queere Zine-Kultur und ihre Praktiken des Remixens und Collagierens sowie die bürokratischen Prozesse rund um Überwachungsdossiers.
Stories of the Self argumentiert, dass die Bedeutung des persönlichen Erzählens in der zeitgenössischen Kultur und Politik zwar stark betont wird, die Vermittlung aber ebenso wichtig ist, um die Glaubwürdigkeit und Lesbarkeit von Lebensgeschichten zu etablieren. Poletti argumentiert, dass die Medien, die wir zum Schreiben unseres Lebens verwenden, die Art und Weise, wie wir als wichtig angesehen werden, wesentlich beeinflussen.