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Telling Stories: Language, Narrative, and Social Life
Erzählungen sind für unser Leben von grundlegender Bedeutung: Wir träumen, planen, beklagen, befürworten, unterhalten, lehren, lernen und schwelgen in Erinnerungen, indem wir Geschichten erzählen. Sie wecken Hoffnungen, verstärken oder mildern Enttäuschungen, stellen die moralische Ordnung in Frage oder unterstützen sie und erproben Theorien über die Welt auf persönlicher und gemeinschaftlicher Ebene.
Diese tiefe Verankerung des Erzählens im Alltag hat dazu geführt, dass seine Erforschung zu einem breiten Forschungsfeld geworden ist, das so unterschiedliche Disziplinen wie Linguistik, Literaturtheorie, Folklore, klinische Psychologie, Kognitions- und Entwicklungspsychologie, Anthropologie, Soziologie und Geschichte umfasst. In Telling Stories zeigen führende Wissenschaftler auf, wie Erzählungen Brücken zwischen Sprache, Identität, Interaktion, Gesellschaft und Kultur schlagen, und sie untersuchen verschiedene Bereiche wie therapeutische und medizinische Begegnungen, Bildungsumgebungen, Politik, Medien, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.
Sie analysieren eine Vielzahl von Themen, von der narrativen Konstruktion des Selbst und der Identität über das Erzählen von Geschichten in verschiedenen Medien bis hin zur Rolle, die kleine und große Lebensgeschichten in alltäglichen sozialen Interaktionen und Institutionen spielen. Diese neuen Überlegungen zur Theorie und Analyse des Erzählens bieten den Forschern in den Bereichen Diskursanalyse und Soziolinguistik die neuesten Instrumente.