
Sex Changes with Kleist
Geschlechterwechsel bei Kleist analysiert, wie der Dramatiker und Dichter Heinrich von Kleist (1777-1811) auf den Wandel des Geschlechterverständnisses im 18. Jahrhundert reagierte.
Insbesondere zeigt Katrin Pahl, dass Kleist sich dem Wandel von einem eingeschlechtlichen zu einem zweigeschlechtlichen und komplementären Geschlechtersystem widersetzte, das noch heute vorherrscht. Mit kreativen Lesungen aller acht Stücke untersucht Pahl Kleists Wertschätzung für Inkohärenz, sein Experimentieren mit alternativen symbolischen Ordnungen, sein provokatives Verständnis von Emotionen und seinen Humor. Pahl zeigt, dass Kleist die moderne Homosexualität nicht vorbereitet, sondern die modernen Geschlechternormen schon vor ihrer Durchsetzung abschafft und die aus diesen Normen erwachsende oppositionelle Einteilung des sexuellen Begehrens in homo- und heterosexuell ablehnt.
Indem es die Theatralität von Kleists Eingriffen in die Aufführung von Geschlecht, Sexualität und Emotion in den Mittelpunkt stellt und untersucht, wie seine dramatischen Texte wichtige Grundsätze des klassischen europäischen Theaters aus den Angeln heben, ist Sex Changes with Kleist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für Queer Studies, Feministische Studien, phttp: //tme. firebrandtech.com/NUPress/Images/Look/icons/view.
pngerformance studies, Literaturwissenschaften oder Emotionsstudien interessieren. Dieses Buch verändert unser Verständnis von Kleist und haucht dem queeren Denken neues Leben ein.