Bewertung:

Being Seen von Elsa Sjunneson ist ein beeindruckendes Erinnerungsbuch, das persönliche Erzählungen mit einer Kritik am Behindertenfeindlichkeit in der Gesellschaft verbindet. Das Buch ist sowohl unterhaltsam als auch lehrreich, da es Einblicke in die Erfahrungen einer taubblinden Frau bietet und sich mit breiteren gesellschaftlichen Themen im Zusammenhang mit Behinderung befasst. Die Leserinnen und Leser schätzen den witzigen und nachvollziehbaren Schreibstil der Autorin, der sie mitreißt und gleichzeitig ernste Themen anspricht.
Vorteile:⬤ Fesselnder und witziger Schreibstil, der die Leser in seinen Bann zieht.
⬤ Bietet sowohl persönliche Anekdoten als auch gesellschaftliche Kritik an Behindertenfeindlichkeit.
⬤ Bietet eine neue Perspektive auf die Darstellung von Behinderungen in den Medien.
⬤ Regt zum kritischen Nachdenken über die gesellschaftliche Haltung gegenüber behinderten Menschen an.
⬤ Von zahlreichen Lesern wegen seines aufschlussreichen Inhalts sehr empfohlen.
⬤ Einige Leser waren der Meinung, die Erzählung sei unzusammenhängend oder springe zu sehr hin und her.
⬤ Einige wenige fanden bestimmte Abschnitte aufgrund der behandelten schweren Themen schwierig oder unangenehm zu lesen.
(basierend auf 26 Leserbewertungen)
Being Seen: One Deafblind Woman's Fight to End Ableism
Eine taubblinde Autorin und Professorin erforscht, wie die falsche Darstellung von Behinderung in Büchern, Filmen und im Fernsehen sowohl der behinderten Gemeinschaft als auch allen anderen schadet.
Als taubblinde Frau mit eingeschränkter Sehkraft auf einem Auge und beidseitigen Hörgeräten lebt Elsa Sjunneson an der Kreuzung von Blindheit und Sehkraft, Gehör und Taubheit - sehr zur Verwirrung der Welt um sie herum. Sie kann zwar nicht gut genug sehen, um ohne Blindenhund oder Blindenstock zurechtzukommen, aber sie kann genug sehen, um zu wissen, wann jemand auf die sichtbaren Zeichen ihrer Blindheit reagiert, und sie kann hören, wenn hinter ihrem Rücken geflüstert wird. Und sie weiß genau, wie falsch unsere Pauschaldefinitionen von Behinderung sein können.
Als Professorin für Medienwissenschaften hat sie die ganze Bandbreite der Darstellung von Blinden und Gehörlosen in Filmen gesehen, und hier dekonstruiert sie deren Auswirkungen, indem sie gängige Tropen durch Horror, Romantik und alles dazwischen verfolgt. Teils Memoiren, teils Kulturkritik, teils Geschichte der taubblinden Erfahrung, erforscht Being Seen, wie unser kulturelles Konzept von Behinderung mehr Mythos als Tatsache ist, und den Schaden, den es uns allen zufügt.