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Social Theory After the Internet
Das Internet hat die Gesellschaft in den letzten 25 Jahren grundlegend verändert, doch die bestehenden Theorien der Massen- oder zwischenmenschlichen Kommunikation eignen sich nicht gut für das Verständnis einer digitalen Welt. Auch die disziplinäre Spezialisierung und die ständige Konzentration auf die neuesten Innovationen haben dieses Verständnis nicht gefördert.
Ralph Schroeder nimmt eine längerfristige Perspektive ein und fasst Perspektiven und Erkenntnisse aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Disziplinen in vier Ländern zusammen: den Vereinigten Staaten, Schweden, Indien und China. Sein Vergleich zeigt unter anderem, dass Smartphones in vielerlei Hinsicht wichtiger sind als PC-basierte Internetnutzung. Die Sozialtheorie nach dem Internet konzentriert sich auf die alltägliche Nutzung und die Auswirkungen des Internets, einschließlich der Informationssuche und Big Data, und erklärt, wie das Internet über die traditionellen Medien hinausgegangen ist und beispielsweise Donald Trump und Narendra Modi an die Macht gebracht hat.
Schroeder stellt eine ausgefeilte Theorie der Rolle des Internets auf und zeigt, wie sowohl technologische als auch soziale Kräfte seine Bedeutung prägen. Er liefert eine weitreichende und eindringliche Studie, die theoretisch ambitioniert und gleichzeitig stets empirisch fundiert ist.
Das Buch ist von großem Interesse für Studenten und Wissenschaftler, die sich mit digitalen Medien und der Gesellschaft, dem Internet und der Politik sowie den sozialen Auswirkungen von Big Data beschäftigen. Dieses Werk wurde von Saint Philip Street Press unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, die eine kommerzielle Nutzung erlaubt.
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